Las Chafiras Bears

Zum nächsten Strand ist es von Las Chafiras aus ja, wie gesagt, immerhin noch ca. 3 Kilometer. Die Natives suchen sich deshalb gerne auch andere Möglichkeiten, um Sport zu machen. Der örtliche Sportplatz wird deshalb nicht nur von der Schule und der Kita nebenan genutzt, sondern nachmittags auch von Jugend-Teams des Ortes. Fast jeden Tag treffen sie sich und spielen Fußball oder Basketball. Tanke und McDonalds bringens als Treffpunkte da nich so, obwohl es die auch gibt. Überhaupt ist Sport ein Thema auf der Insel, vor allem da, wo es Wasser gibt. Wasserski, Tauchen und Surfen kann man hier schon erwarten. Mit Freude stelle ich aber fest, dass selbst für mich etwas dabei ist: Ganz viele Kommunen lassen Outdoor-Fitness-Geräte aufstellen, quasi ein Spielplatz für Erwachsene und eine der besten Steuergeldverwendungen überhaupt.

Las Chafiras überhaupt

Las Chafiras liegt ganz im Süden Teneriffas, eingesäumt von Urlaubsorten. Es ist, wie gesagt, ein Ort, an dem man nicht wohnt. Es ist ein Ort, an dem man arbeitet. Genau genommen ist es kaum ein Ort, sondern eine Ansammlung von Arbeitsplätzen – in Supermärkten, Läden und Werkstätten. Dennoch gibt es eine kleine Siedlung und es gibt ein Bungalow-Dorf. Es wird also doch gewohnt in Las Chafiras. Und gelebt. Das Herzstück ist… nicht die Kirche, sondern die Bar. Delicias heißt sie und ist das verlängerte Wohnzimmer von Las Chafiras. Wenn man nur oft genug hingeht, wird man die selben Leute wieder treffen, die Kellner Will und Angelo sowieso. Sonnabend Abend läuft Fußball. Es ist 20:00 Uhr. Dann merkt, man dass die zuhause Gebliebenen sich hier zusammenfinden. Es wird laut. Und es ist die einzige Zeit, in der der Fernsehsender gewechselt wird. Ansonsten läuft VH-1, We love the 80s und Guess the year. Es laufen Adele, Of Monsters and Men, Rhianna und Lady Gaga. Der Barraquito ist einer der besten auf der Insel und der Orangensaft tatsächlich frisch gepresst. Sonntags früh kann man eine kleine Motorrad-Gang treffen, die sich für den Ausflug stärkt. Es ist 11:00 Uhr. An Wochentagen trinken hier die Leute den ersten Kaffee vor der Schicht. Es ist 7:00 Uhr. Hier ein paar Ansichten, wie die Kirche des Dorfes zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr, zwischen Motorrad-Gang und Adele aussieht.

Teneriffa in hässlich

Strand, malerische Küsten und Sonnenblumen. So kennt man Teneriffa. Aber die Insel kann auch hässlicher. Und dann heißt sie Las Chafiras und ist ein Gewerbegebiet, in dem es Autowerkstätten gibt. Und Gartencenter. Und Autowerkstätten. Und Lackierereien. Und Autowerkstätten. Aber auch Menschen und ihre Plätze. Ein paar möchte ich hier zeigen. Denn einen Grund muss es ja haben, dass Leute hier bleiben, wenn es nur einen Ort weiter Strand und pittoresque Kirchen gibt.

Aber hier also das ungeschminkte Gesicht Teneriffas, nach durchzechter Nacht. Und selbst dann zieren noch Palmen und sanfte Wölkchen die tiefhängenden Augenringe.

Electric Acid – TrouperspHEARe

Heute möchte ich Euch mal wieder eine Band aus Leipzig vorstellen. Electric Acid haben eben ihr erstes Album „TrouperspHEARe“ veröffentlich – ein zusätzlicher Anlass. Dabei kam Richard als Gitarrist schon vor fünf Jahren in die Musikerrunde von Steffen am Schlagzeug, Thomas am Bass und Marc an der Orgel. Erst nach einem Auslandsaufenthalt gingen sie das Bandprojekt vor einer Weile erneut an. Zu viert suchten sie nach einer Sängerin. Es sollten keine so „hochsingende Rockröhre“ sein, wie man sie im Bluesrock oder Metal öfters hört, erzählt Richard:

„Wir lieben es als Band musikalisch ausladend zu sein, zu improvisieren, geheimnisvoll zu sein, mehrere Genre zu bedienen und um die Ecke zu denken. Genauso eine Sängerin suchten wir und fanden sie mit Annetts eher tiefen, mystischen und nicht sofort zugänglichen Gesang.“

Es sind in erster Linie Blues, Rock und Metal, die Electric Acid in ihrer Musik verbinden.  Richard erzählt, dass das nicht von ungefähr kommt:

„Blues Rock, aber eben auch Traditional und Chicago Blues spielen für meine Sozialisierung als Musikkonsument und Gitarrist eine riesen Rolle. Ich habe inspiriert durch den guten Musikgeschmack meiner Eltern bereits sehr früh Zugang zu Blues Musik gefunden. Der Einfluss von Delta-Bluesern wie Robert Johnson, Son House, Sonny Boy Williamson II und Chicago Bluesern wie Muddy Waters, Bo Diddley und Otis Spann auf mich war und ist enorm. 

Wenn man sich mit solchen Künstlern beschäftigt landet man unweigerlich irgendwann auch bei Blues Rockern wie Cream, Fleetwood Mac, Jimi Hendrix oder Canned Head. Hier ist Peter Greens Fleetwood Mac ohne Frage sehr prägend für mich, den ich zusammen mit Stevie Ray Vaughan und Ronnie Wood als die besten weißen Blues-Gitarristen empfinde.“ 

Annett ergänzt, dass sie auch von Ian Gillan von Deep Purple inspiriert wurde, was den Bogen zum Metal und Hardrock schließt. Seine Texte gerade auf den letzten Alben zeigten Spiritualität, meint sie. Genau diese Spiritualität findet sich auch in den Texten von Electric Acid wieder. So sehr sie sich musikalisch an den 1950ern, 1960ern und 1970ern orientieren, die textlichen Vorbilder liegen noch deutlich weiter in der Vergangenheit, beschreibt Annett: 

„Ich bin ein großer Fan von den Texten von Goethe. Er hat mich schon immer fasziniert, weil er ganze Gefühlswelten und Naturphänomene in kurze Passagen packen kann. Einige Texte sind daher tatsächlich an der Romantik orientiert. Ich verarbeite Gedanken und Erlebnisse und versuche sie in einem Text einzuordnen. Manchmal sind es einfach Wörter, die mir gefallen oder Sätze, die ich nicht vergesse und die mir in einer Situation wieder einfallen.“

Auch wenn sich hier in der Vorstellung nun so viele Referenzen finden, beschreiben sie „TrouperspHEARe“ doch sehr gut: In den Texten der acht Lieder finden sich häufig Bilder aus der Natur und aus der inneren Gefühlswelt gesungen mit Annetts dunkler Hardrock-Stimme und untermalt von Blues-Rock und Metal-Riffs. 

Electric Acid im Internet:

Interview über Interviews mit: Stereo Total

Die Interviewer kennen uns jetzt besser und stellen nicht mehr Fragen wie „Wieso heißt Ihr so?“ oder „Wie lange gibt es Euch denn schon?“. Aber vielleicht liegt das daran, dass es unsere Band schon so lange gibt. 

Vorm Eingang des UT Connewitz hat sich eine Schlange von Menschen gebildet, die Stereo Total sehen möchten und die sagt: „Stereo Total“ sind eine Institution.Nach 25 Jahren kann man getrost davon ausgehen, dass sich Fragen nach dem Namen und dem Kennenlernen erübrigen. Trotzdem snd sie Teil dieses Gesprächs. Françoise Cactus und Brezel Göring erzählen aus der Zeit, als sie diese Fragen noch beantworten mussten und wie Interviews jetzt ablaufen.

Interview am 14.09.2018, Leipzig UT Connewitz

Warum, glaubst Du, habe ich Euch für ein Interview über Interviews angefragt?

F: Na vielleicht, weil ich selbst eine Interviewsendung habe. Vielleicht kennst Du sie? Auf Radio reboot.fm – Cactus Interviews. Da habe ich immer einen Gast, wir legen nacheinander auf und dazwischen plappern wir. Das heißt, ich stelle viele Fragen. 

Macht das ein Interview für Dich aus? Plappern und Fragen stellen?

F: Ja, und dass man etwas über den Interviewpartner erfahren kann. Was das für eine Person ist zum Beispiel: arrogant, sympathisch, verschlossen…

Wie bereitest Du Dich auf die Interviews vor?

F: Ich habe Fragen, die ich immer stelle: Was ist Dein Lieblingsbuch, Dein Lieblingstier, Dein Lieblingsessen oder Deine Lieblingsbeschäftigung? Dann mache ich am Anfang eine Beschreibung, damit sich die Leute vorstellen können, wie sie aussieht. Danach stelle ich so komische Entweder-Oder-Fragen: „Magst Du lieber die Beatles oder die Rolling Stones?“. Dann stelle ich aber Fragen, die direkt etwas mit der Person zu tun haben. Ich lade allerdings nicht nur Musiker ein, sondern alle möglichen Leute.

Und wie gehst Du in der Recherche vor?

F: Die meisten Leute kenne ich sowieso. Da muss ich gar nicht so viel recherchieren. Wenn ich sie wirklich nicht kenne, frage ich Leute, die sie kennen, und google ein bisschen. 

Wenn Du im Gespräch dann nach den Hobbies und Lieblingsbüchern fragst, willst Du diese Punkte erfragen oder nutzt Du die Antworten lieber, um darüber zu diskutieren?

F: Ach, ich diskutiere schon gerne. Natürlich hängt das auch von den Leuten ab. Manche antworten ja nur mit Ja, Nein oder Vielleicht. Ich will die Leute aber schon zum Reden animieren. Sie sollen sich wohl fühlen und nicht nervös sein. Es muss sich anfühlen, als wären wir in einem Café und würden ein bisschen plaudern. 

Die Interviewsituation

F: Wenn ich mitschreibe, nehme ich gar nicht mehr auf. Und wenn ich denke, dass ich etwas nicht brauche, schreibe ich es gar nicht auf.

Heißt das, Du könntest Dir auch vorstellen, solche Gespräche am Abendbrottisch zu führen oder bei einer Party? 

F: Nein. Das ist ja eine andere Situation. In dem Fall will ich ja über diese Person reden und nicht übers Wetter. Auf einer Party würde ich keine Interviews führen.

Spielt dafür eine Rolle, dass das Mikro an ist?

F: Ich glaube, für die Leute schon. Sie geben sich mehr Mühe bei dem, was sie sagen.

Und für Dich? 

F: Wenn ich interviewt werde, finde ich es gut, wenn etwas dabei herauskommt. Einmal hat mich ein Typ interviewt. Das hat ungefähr zwei Stunden gedauert und dann sagte er, dass er nur fünf Minuten braucht. Das ist crazy. 
Oder ein anderes Mal habe ich mit einem Interviewer gesprochen, auch sehr lange. Und dann hatte seine Maschine nicht funktioniert. Wir mussten dann alles noch einmal machen. Das macht dann keinen Spaß.

Ich habe auch schon immer mal auf das Aufnahmegerät geschaut, ob alles läuft. Das ist ja so die Angst, dass es nicht funktioniert. Viele Interviewer schreiben deswegen auch mit.

F: Wenn ich mitschreibe, nehme ich gar nicht mehr auf. Ich mache ganz schnell Notizen, dann muss ich hinterher nichts abhören und abschreiben. Ich sortiere gleich. Das geht schneller. Ich kann super schnell schreiben, in einer Art Kurzschrift. Und wenn ich denke, dass ich etwas nicht brauche, schreibe ich es gar nicht auf. 

Gibst Du die Interviews dann noch einmal zur Autorisierung raus?

F: Na, ich schreibe kaum noch Interviews. Früher ja. Jetzt sind sie eher im Radio und autorisiert, weil sie ja gleich gesendet werden. 

Legst Du denn selbst wert darauf, Deine Interviews zu autorisieren? 

F: Das hängt davon ab…. Puuuh (überlegt) 
Nein, das würde mich verärgern, wenn sie irgendwelchen Scheiß schreiben, den ich nie erzählt habe.

Ich vertraue darauf, dass die Leute so viel Ehrgefühl haben, dass sie nicht irgendwelchen Mist erfinden. 

Das ist ja nicht unbedingt Boshaftigkeit. Aber Interviews müssen lesbar geschrieben werden. Es muss gekürzt werden. Da kann fast zwangsweise etwas Anderes herauskommen. Hast Du Dich schon einmal über etwas besonders geärgert? 

F: Das ist eher beim Stil. Zum Beispiel ärgert es mich total, wenn da steht: „Ische findeee…“…als Verspottung meines Akzents. Das finde ich total blöd. Das kann ich nicht leiden. 

Die Rolle der Interviewwerin

Oha, das kann ich gut verstehen. Auch wenn das eher beim Transkribieren passiert und vielleicht eine formelle Frage ist. Inhaltlich ist ja zum Beispiel interessant, ob Du als Interviewerin auf gleicher Augenhöhe mit dem Gast sprichst. Wenn Du das möchtest, heißt das, dass Du Dich selbst etwas zurücknimmst? 

F: Es stimmt schon, das Thema bin nicht ich, sondern die andere Person. Aber eigentlich sind das zwei Personen, die sich treffen und reden.

Vielleicht hängst es ja von den Magazinen oder den Journalisten ab. Da gibt es sicher welche, die ihre ganze Auffassung ausbreiten, obwohl man lieber etwas über die Band erfahren würde. Ich denke aber, heutzutage ist es vielleicht eher so, dass sie sich sehr zurücknehmen. 

Helfen vielleicht gerade Interviews, bei denen es um unabhängigere Themen geht und nicht unbedingt um das neue Album, dass man sich beim Interview austauscht und ins Diskutieren kommt?

F: Also für mich sind die Interviews die besten, bei denen die Journalisten ihr Thema kennen. Menschen, die unsere Band kennen, können super Interviews machen. Und Menschen, die gar nichts vorbereitet haben, machen einfach Scheiß-Interviews.

Mann kann keine Interviews machen, ohne etwas vorzubereiten und nur fragen: „Hallo, wer seid Ihr denn? Seid wann gibt es Euch schon? Und warum heißt Ihr überhaupt so? Wie heißt denn die Platte?“ Das sind die schrecklichsten Interviews. Da denkt man sich: Warum wollen die überhaupt ein Interview mit uns machen? Die kennen uns überhaupt nicht. 

Die Rolle des Interviews

Schickt Ihr die dann zu Wikipedia?

B: Na durch das Internet hat sich schon einiges geändert. Früher kam es tatsächlich vor, das Interviewer die neue Platte noch nicht gehört haben und auch keine Zeit hatten, den Pressetext zu lesen. Die haben dann gesagt: „Erzählt doch mal was zum Album“.

Das heißt, das geht schon zurück in die Zeit, als es Discogs und Wikipedia noch nicht gab und Interviews tatsächlich dazu gedient haben, Bands kennen zu lernen oder Informationen zur Szene und Herkunft zu bekommen?

B: Ja sicher. Das war natürlich zu Zeiten als noch viele Platten verkauft wurden und Plattenfirmen Journalisten als verlängerten Arm der Promoabteilung gesehen haben. Da wurden die von Zeitungen, die es da ja noch gab, hingeschickt mit der Aufgabe: Mach das mal. Viele Musikjournalisten mussten damals wirklich aufpassen, dass sie nicht total desillusioniert und sarkastisch gegenüber Musik wurden. 

Vielleicht geht das ja jetzt wieder in so eine Richtung. Die großen Musikmagazine gibt es kaum noch. Dafür gibt es immer mehr kleinere Medien wie Blogs und da wird der Journalismus wohl eher deprofessionalisiert. Habt Ihr selbst da eine Veränderung festgestellt? 

F: Nein. Also ich nicht. Es gibt viele Leute, die Blogs haben. Die kennen uns jetzt besser und stellen nicht mehr Fragen wie „Wieso heißt Ihr so?“ oder „Wie lange gibt es Euch denn schon?“. Aber vielleicht liegt das daran, dass es unsere Band schon so lange gibt. 

B: Ja. Wahrscheinlich ist es schon so, dass es jetzt eher Leute sind, die sich das ausgesucht haben, dieses Interview zu führen. Das ist nicht einfach deren Job, zu dem sie hingeschickt wurden…

F: …ach so, vom Chef der Redaktion. Da merkt man dann manchmal: Den Typen interessiert das Null.

B: Im Radio gibt es ja manchmal ja noch die Teilung zwischen Redakteur und Sprecher. Da reicht der Moderator die Fragen rein. 

Die Rolle der Fragen

F: Boah… Aber am Schlimmsten sind TV-Interviews. Ein absolutes Affentheater ist das. Die Sprecher da wollen nur originell und witzig sein. Die interessieren sich eigentlich nur für sich.

B: Ich kann mich aber an ein Mal erinnern, da war es ganz schön. Der Moderator hat die Kuverts mit den Fragen vertauscht und wir haben dann Fragen bekommen, die gar nichts mit uns zu tun hatten. Die haben wir dann aber auch beantwortet. 
Oder einmal haben Kumpels in Finnland eine Radioshow gemacht und gesagt: Pass auf, ich stell Euch die Fragen auf Finnisch und Ihr antwortet dann auf englisch. Dann verstehen die Zuschauer wenigsten die Fragen. Das waren dann auch so Fragen, die gar nichts mit der Band zu tun hatten, z. B. „Was hältst Du vom Ski-Urlaub in Finnland?“.

Großartig. Aber ist das dann noch ein Interview?

F: Also ich finde das eigentlich ganz lustig. In Belgien haben sie auch so eine komische Art, Interviews zu führen. Einmal hat mich eine Moderatorin gefragt, ob ich nackt oder im Pyjama schlafe. Oder was ich gerne esse und welche Musik ich beim Sex höre. Lauter solche Dinge. Ich habe mir gedacht, was hat das noch mit der Musik zu tun. 

Würdet Ihr denn lieber über die Musik reden?

F: Ach weißt Du, wir machen die Musik, aber denken uns nicht so viel dabei und nachträglich erfinden wir alles. Wenn die Platte fertig ist.

B: Ich habe mal in einem Buch die Geschichte gefunden, dass Andy Warhol an zwei Orten gleichzeitig sein sollte: bei irgendeiner Museumseröffnung und bei einer Veranstaltung, wo er sich den Zuschauerfragen stellen sollte. Der hatte da dann wohl jemand anderen hingeschickt, der einfach nur sagen sollte: „Ah interesting. Really?“ Und das ist auch niemanden wirklich aufgefallen. 

Quasi wie bei Euch in Italien? Aber warum tut Ihr Euch das Affentheater an?

F: Ich frage mich sowieso manchmal, warum es Musiker-Interviews sein müssen. Warum nicht mal Interviews mit Bäckern? 

Habt Ihr da für Euch eine Antwort drauf gefunden?

F: Na ja, wenn ich schon bei einem Interview zusage, möchte ich wenigstens etwas Ordentliches drauf antworten und nicht nur „Yeah, interesting“ wie Andy Warhol. Aber boah… Gut… Es gibt ja auch Bands, die nie ein Interview gegeben haben. Das geht auch. Ja klar, wir können auch mit Leuten reden Warum nicht. 

Dann geht Ihr auch sehr unvoreingenommen in die Interviews und überlegt nicht vorher, was Ihr zu bestimmten Themen sagen wollt, oder?

F: Nein, das überlege ich nie. 

Jetzt kommt die Vorband rein. Es geht gleich und auch Brezel verabschiedet sich schon mal. 

F: Ihr könnt ruhig Krach machen. Das hier wird nicht im Radio gesendet. So, Du hattest gefragt… Ach so. Nein, ich überlege mir vorher nie, was ich sagen könnte.

Genau, das Gefühl hatte ich auch… Also, dass es keine Rolle spielt, ob das dann veröffentlicht wird. 

F: Nun ja. Manchmal darf man sich ja entscheiden, ob man das Interview per Telefon oder Email machen möchte. Dann sage ich immer Telefon. Das geht viel schneller und ich sage, was mir gerade durch den Kopf geht. Da muss ich nicht erst dreißig Stunden überlegen, ob ich lieber das oder jenes schreibe. Ich würde das nie machen wie manche Leute, die sich tagelang überlegen, was sie Kluges antworten.

E-Mail-Interviews sind überhaupt nicht spontan. Das ist nicht gut.

Das ist ein großartiges Schlusswort.

F: Ja. Es ist ja auch schon kurz vor 9:00. Ich muss mich auch noch umziehen.

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