Interviewvorstellung #8: Joan Armatrading in der taz.

Kreuzworträtsel ohne Lösungsseite.

Frühstückstisch mit Zeitung
Musik ist kein Kreuzworträtsel. ©Jay Wilson

Musik ist kein Kreuzworträtsel. Deswegen kann man auch nicht umblättern und die Lösung nachschlagen. Deswegen sollte man MusikerInnen auch nicht fragen: „Meintet Ihr das so und so?“. Was man stattdessen fragen kann und wie man dabei trotzdem auch über Musik reden kann, zeigt das Interview mit der britischen 

Sängerin Joan Armatrading in der Taz vom 2.12.2012 sehr schön.   

Es geht sehr niedlich los: Der Spitzname der Sängerin Joan Armatrading und wie man ihn auf ihr Privatleben übertragen kann. Das gibt dem Interview zu Beginn eine persönliche Note. Danach knüpft die Interviewerin Gaby Sohl nicht mehr daran an, sondern macht die Album-Trilogie und Blues zum Thema:

Man sagt, der Blues hat zwei Kinder: Rock and Jazz. Wollten Sie mit ihrer Albumtrilogie die Geschichte der Popmusik auf Armatrading-Art erzählen?

Auch danach wechselt das Interview erst einmal[1] zwischen persönlicher und distanzierterer Ansprache: dann nämlich, wenn Gaby Sohl sich mit allgemeineren Fragen zu Blues und Komposition an die persönliche Beziehung Joan Armatradings zu Musik herantastet. Dazu wechselt die Interviewerin zwischen allgemeinen, nicht auf die Sängerin gemünzten Fragen und Fragen, die direkt auf die persönliche Einstellung zur Musik gerichtet sind.

Da fallen die Antworten noch etwas kürzer oder allgemeiner aus. Das mag vielleicht daran liegen, dass MusikerInnen in der Regel nicht so gerne ihr eigenes Werk interpretieren.

Über was man aber im Interview ganz gut reden kann, zeigt sich, als Gaby Sohl über Johann Sebastian Bach zum Thema Spiritualität und Religion überleitet.

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