Interviewvorstellung #32: Strand Child in der Solaris Empire Lounge

Guten Tag, wer sind Sie denn?

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Wann ist die Interviewerin eine Interviewerin? die Jobbeschreibung sieht vor, dass eine Interviewerin das Gespräch zu leiten hat, es in eine Richtung lenken soll und entsprechend wissen muss, was sie erfahren will. Was aber passiert, wenn sie diesen Plan nicht hat und ziemlich frei in das Gespräch geht? Das zeigt Kitty Solaris auf Kirkuss Radio.

Sie trifft dort zusammen mit Susann Kirkuss regelmäßig Gäste zum Gespräch für die Sendung Solaris Empire Lounge. Ob sie sie die Gäste aber auch interviewt, möchte ich am Beispiel der Sendung mit Strand Child überlegen.

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Interviewvorstellung #31: Dustin Hoffman in Galore

Interviews mit Stars

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Galore.de

Stars sind mitunter herausfordernde Gäste für Interviewerinnen. Und zwar nicht nur, wenn sie wissen, dass sie Stars sind und einen das spüren lassen. Sondern auch, wenn das Werk so groß ist, dass es eine intensive Rückschau rechtfertigt und man meint, dies in einem einzigen Interview tun zu können.

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Annuluk – Leipziger Allerlei mit Percussion und Pop

Made in Leipzig – trotzdem.

Annuluk Covder BAMAnnuluk ist ein Trio (Sängerin Michaela Holubova, Roberto Fratta und Alessandro Cerbucci) mit Wurzeln und Wohnungen in Leipzig… aber auch in Jena, Berlin, Prag und Italien. Pretty international. So klingt auch die Musik: eine Mischung aus Percussion, mantra-artigem Gesang und Pop. Am 24.6. ist das dritte Album B*A*M Beautiful And Massive erschienen. Ich habe den Dreien ein paar Fragen gestellt.

 

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Kavka und Haeussler bei Flux.fm/Spreeblick

Wenn Interviewer übers Interviewen reden…

Dann kann es auch mal gefühlig werden. Im Gespräch mit Johnny Haeussler auf Flux.fm/Spreeblick erzählt Markus Kavka von der Angst… nein… von dem Respekt, den er vor seinem Interview mit Depeche Mode hatte.

Ab Minute 28:00 geht es los. Ich bin diese Woche mal wieder über die Sendung gestolpert und wollte Euch diesen wunderbaren Einblick ins Innere eines Interviewers nicht vorenthalten.

Interviewvorstellung #30: About my shelf

About my shelf

Coverbild Buch

Dieses Mal gibt es die Vorstellung eines Nicht-Interviews. Denn ehrlich: ein Gespräch oder Interview ist keiner der Texte, die in About my shelf die Bücher- und Plattentregale verschiedener Künstlerinnen vorstellen. Auch wenn sie im Titel als Interviews abgekündigt werden. Dafür fehlt aber jeglicher Bezug auf vorangegangene Fragen.

90% der Fragen sind nicht speziell auf den Gast gerichtet und könnten so auch fast jedem anderen Künstler im Buch gestellt werden.
Ein nachgerade plattes Beispiel ist eine Frage aus dem Text zu Frank Spilker von den Sternen:

Drei Bücher für die einsame Insel

Andere Beispiele sind die Fragen nach dem ersten selbstgekauften Album oder mit wem man mal gerne einen trinken gehen würde.
Es fehlt jegliche weiterführende eigene Interpretation der Antworten durch die Interviewerin.

Bevor jetzt aber jemand denkt, das wäre schlecht und der Text ein Verriss: nein und nein, ist er nicht.
Es ist ein Vergnügen, auf den Fotos die Buch- und Plattencover zu lesen bzw. zu versuchen, sie zu erkennen. Ein Hoch auf den Voyeurismus. Oder hättet Ihr gedacht, dass Cheryl Macneil von Dear Reader “Hoffnung wagen” von Barack Obama im Regal stehen hat. Und Linus Volkmann eine Platte von den Boxhamsters? Na gut, da sind die Duden auf seinem Ikea-Regal überraschender. Und Benedict Wells ist mir noch sympathischer, nachdem ich die kompletten Seinfeld-Staffeln in seinem Regal gesehen habe.
Die Texte selbst sind als Fragebogen konzipiert und bieten also einen nicht nur unterhaltsamen, sondern auch neuen Blick auf die Gäste. Das liegt sicher auch daran, dass sich die Fragen eng gesteckt um das Thema Bücher bzw. Platten(regal) drehen und damit eben diesen Lebensbereich des Gastes beleuchten.
About my shelf bestätigt mich also mal wieder in meiner Begeisterung für Interviews, die ein klar abgestecktes und etwas außergewöhnliches Thema haben.
Da das Buch ja eine Sammlung von Fragebögen ist, die verschiedene Künstlerinnen und Künstler gegenüberstellt, kommt es mitunter zu ganz wunderbaren Momenten. Frank Spilker auf die Frage, welche Romanfigur er gerne mal wäre:

Wer will denn schon der Protagonist aus dem neuen Houellebeqc sein?

Hendrik Otremba von der Band Messer auf die gleiche Frage, zwei Texte weiter:

Am liebsten Jed aus Karte und Gebiet von Houellebeqc

Tja, dabei sind doch beide von Musik und Einstellung eigentlich gar nicht soooo weit voneinander entfernt.
Dafür haben Frank Spilker und Valeska Steiner von der Band Boy beide Learning to love you more von Harrell Fletcher und Miranda July im Regal. Bei Valeska Steiner steht es neben Benedict Wells’ “Becks letzter Sommer”. Es werden nicht die einzigen Kreise sein, die sich da schließen.
Falls Ihr wissen wollt, welches Frank Spilkers Bücher für die einsame Insel sind? Hier die Antwort:

Die längsten und schwierigsten natürlich, in denen sich die Sprache am meisten verdichtet. Dantes Inferno wäre ein Kandidat. Das Kapital von Marx und Nietzsche vielleicht. Für Erbauungsliteratur wäre dann kein Platz mehr.

Und an dieser Stelle ist die Frage gar nicht mehr so trivial. Ich hätte so eine Lust, nachzufragen und mich mit Frank Spilker über die Bücher, Einsamkeit und das eigene Nachdenken zu unterhalten.
Das leistet About my shelf nicht. Aber es öffnet ein wenig die Tür zum Inneren der Künstler und Künstlerinnen. Und darüber hinaus bricht es eine Lanze für Fragebogenfragen. Wenn die Interviewerin offen für ein spontanes Thema ist, kann sie die Antwort für Nachfragen und ein philosophisches Gespräch nutzen, das die Tür in die Gedankenwelt des Gastes erstaunlich weit öffnet. Wenn sie das ganze Interview so offen und spontan gestaltet, ist das aber nicht nur sehr mutig, sondern auch wieder kein Interview. Denn dazu gehört ein Konzept, ein Thema, ein Plan, an dem sich die Interviewerin orientiert. Wenn sie aber ein Teil des Interviews auf einer so weitergeführten Fragebogenfrage aufbaut, ist das sehr reizvoll.


Gäste und Namedropping