Zeitzeugen-Gespräche

4 Schwestern

Es sind die einzelnen, akzentfreien deutschen Wörter, die Ruth Elias zwischen ihr akzentgefärbtes Englisch schiebt: Selbsterhaltung, Leichenhalle, fröhlich…

Sie lassen einen beim Zuhören zusammenzucken. Denn sie offenbaren mindestens genauso viel wie die Erzählung selbst.

Die Erzählung von nackten Füßen bei Minusgraden. Vom heißen Wasser, das mit dem Euphenismus Suppe bedacht wurde. Das Baby, die Spritze… Ruth Elias ist eine der vier Holocaust-Überlebenden, die Claude Lanzmann zusammen mit Emil Weiss für seine Dokumentationen interviewt hat. Interviewt? Naja, denen er zugehört hat. Denn das trifft es eher. Er fragt kaum. Spricht kaum. Lässt sprechen. Und das ist das einzig Richtige. 

Natürlich ist es leicht, bei einem Thema wie dem Holocaust zu berühren, aber so unangreiflich wie in der Gesprächsreihe “4 Schwestern” lässt sich darüber nicht in der dritten Person berichten, nur in der ersten. Bei Claude Lanzmann sind die Tränen, die in den Augen blitzen und das Zittern der Lippen indirekt, bei Ruth Elias ist es unmittelbar. 

So ist hier nicht die Frage, ob das ein Interview ist oder nicht. “4 Schwestern” zeigt die größte Stärke des Interviews: die Kraft des direkten Gesprächs. Und in diesem Fall ist es das wohl stärkste Argument gegen Unwörter wie Schuld-Kult.

Die Gespräche wurden im Rahmen des Drehs für Claude Lanzmanns Dokumentation “Shoah” geführt und sind jetzt, anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts auf Arte.tv zu sehen.


 

 

 

Brother Grimmm im Black Label Club

Brother Grimm – Ein Fest in Moll.

Ein Fest in Moll und Blue-Notes möchte ich Euch heute ans Herz legen. Dennis “Brother” Grimm spielt heute im Black Label Club. In das Pub passt der Berliner mit seinem düsteren Blues-Pop hervorragend hinein. Düster-knarzend sind die Songs und introvertiert die Texte. Es wird ein Konzert zum hinsetzen und aufmerksam zuhören. Zuhören, wenn Brother Grimm die Geschichten seines zweiten Albums ‘Home today, gone tomorrow’ erzählt. Der Name des Albums passt ebenso wie die Assoziation des Familiennamens mit den düsteren Märchen der Grimms. Die Lieder erzählen vom Nicht-Ankommen, Keine-Ruhe-Finden und vom Unbehagen gegenüber der Welt. Und das ganze in dunklen, bedrückendem Moll und Blues. 

Es wird ein beklemmend schönes Konzert werden.

Ort: Black Label Club, Wolfgang-Heinze-Strasse 38, 04277 Leipzig
Datum: 25.1.2018
Eintritt: frei


Clubs at daylight

#1 Riga

Depo

Das Depo in der Valnu Ciela ganz im Zentrum von Riga
Das Depo in der Valnu Ciela ganz im Zentrum vonn Riga

 

Front des Clubs
Der Club liegt in der Altstadt, in einer Nebenstraße.

 

 

Depo 2 058
Im Depo gibt es vor allem Hardrock und Punk aus Lettland.

 

 

offene Tür des Clubs
Das Depo gibt es seit ca. 5 Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile ist das Depo eine immer offene Kneipe und Konzertlocation.
Mittlerweile ist das Depo eine immer offene Kneipe und Konzertlocation.

Depo 14 nachts 155

 

 

 

 

 

Interview über Interviews mit: Tim Neuhaus

>Tim Neuhaus<

„Es ist bestimmt für den Leser schön zu sehen, dass der Fragesteller sich mit der Band beschäftigt hat.“

Tim Neuhaus ist Schlagzeuger. Über manche Projekte – Clueso –  redet er mit Respekt, über andere – die Blue Man Group – gar nicht mehr gerne und über eines – seine Band The Cabinet –besonders leidenschaftlich. Die ersten beiden Projekte musste er aber erst durchziehen, bevor er das dritte als Herzenssache umsetzte. Er hat dafür sogar die Drumsticks an Florian Holoubek abgegeben und spielt bei Tim Neuhaus and the Cabinet Gitarre.
Schlagzeuger bleibt er als Tourmusiker für verschiedene Bands wie eben Clueso, Marcus Wiebusch oder The Hundreds.


 

Interview am 14.04.2014, Leipzig Täubchenthal

Continue reading “Interview über Interviews mit: Tim Neuhaus”