Interview über Interviews mit: Christopher Lesko

>CHRISTOPHER LESKO<

‘Innere Bereitschaft zur Begegnung’

Der Journalist ist eigentlich keiner, denn obwohl er regelmäßig in Medien veröffentlicht, sieht er sich lieber als Kommunikationsexperte. Er führt selbst regelmäßig Interviews, gerne mit Leuten, die man aus dem Fernsehen kennt.
Er ist aber auch Teil der Leadership Academy, die Kommunikationstrainings für Unternehmen anbietet.
Einem breiteren Publikum ist er 2015 durch die ZDF-Reality-Dokuserie “Plötzlich Krieg” bekannt geworden.

Links:

  • Profil von Christopher Lesko: www.lesko.ch
  • Meedia.de: das Medienmagazin kommentiert aktuelle Beiträge in Zeitungen und  Fernsehen
  • Leadership Academy Berlin: die Beraterfirma bietet “Executive Leadership Trainings an und begleitet Change-Prozesse”.
  • Plötzlich Krieg: Im Interview mit meedia.de erklärt Christopher Lesko das TV-Experiment, bei dem die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen aufgeteilt und in eine handfeste Auseinandersetzung gesteuert werden.

 

Christopher Lesko

 

 

 

 

 

 

Continue reading “Interview über Interviews mit: Christopher Lesko”

Laurie Penny in Leipzig

Bühne mit Sessel und TischAm Montag hat Laurie Penny im UT Connewitz aus ihrem aktuellen Buch „The Bitch Doctrine“ gelesen. Neue Erkenntnisse hat die anschließende Diskussion nicht gebracht. Und nein – das ist gar nicht negativ gemeint. Es ist eigentlich sogar gut.
So bestätigt sie die gar nicht so radikale und absolute Ansicht, mit der ich mich selbst auch ganz wohl fühle. Die Position von Laurie Penny, die in der Diskussion deutlich wird, lässt sich auf zwei Punkte herunterbrechen:

  1. Es ist besser, ein T-Shirt mit Feminist-Aufdruck zu tragen, als den Begriff gar nicht in die Gesellschaft zu tragen. Das verträgt sich auch damit, dass Laurie Penny gleich im Anschluss – deutlich theoretischer – die antifeministischen Strukturen im Kapitalismus erörtert und darlegt.
  2. Normativität mit attitude. Eine Zuschauerin erzählt von ihrer Schwester, deren Kindern und dem Ehemann und stellt die Frage, wie es denn Laurie Penny mit dem normativen Lebensmodell hält. Da sieht die sich einen Lebensentwurf verteidigen, der eigentlich nicht der ihre ist und außerdem wohl am allerwenigsten eine Verteidigerin braucht. Weil er die Norm ist und deshalb akkzeptiert ist wie nur was. Oder vielleicht gerade deshalb nicht? In einem Umfeld, das sich für die Sichtbarkeit und Akkzeptanz von Minderheiten einsetzt, ist ja die Norm die gefühlte Minderheit (aka. Mainstream der Minderheit).

So hat das ABER in den Argumentationen Recht. Natürlich reicht es nicht, nur T-Shirts mit Feminist-Aufdruck zu tragen, schon gar nicht, wenn sie in Sweatshops in Bangladesh hergestellt wurden. ABER manche Leute treffen bei H&M oder Zarah eben das erste Mal überhaupt auf den Begriff. Wichtig ist dann, dass es eben nicht nur bei dem Aufdruck bleibt, sondern, dass es Angebote gibt, ihn zu diskutieren und zu leben.
Natürlich sind Frauen nicht alleine für die Versorgung der Kinder und den Haushalt zuständig. ABER wer diese Rolle gerne übernimmt und ausfüllt, gehört dafür nicht verhöhnt, sondern genauso respektiert wie jemand, der anderswo Verantwortung übernimmt. Das tut mitunter weh. Es bedeutet, Kompromisse einzugehen und die bittere Erkenntniss, dass so viele Menschen nicht die gleiche Vorstellung von Gleichberechtigung und Nicht-Diskrimminierung haben. Sie wird man nicht mit der vollen Dröhnung feministischer Theorien überzeugen, sondern einschüchtern oder gar abstoßen. Das ist der seit einigen Jahren schon zu beklagende Backlash.
So direkt sie auch im Buch und ihren Artikeln argumentiert und eine Meinung vertritt, so sehr setzt Laurie Penny in der Diskussion ihre Meinung und die links-feministischen Ansichten in einen entsprechenden, relativierenden Kontext. Das ist eine gute Basis, um möglichst viele Leute ins Boot zu holen.


The Bitch Doctrine – Laurie Penny im UT Connewitz Leipzig

The Bitch Doctrine – Laurie Penny im UT Connewitz Leipzig

Laurie Penny liest morgen, am 18.9. im UT Connewitz. Das wird keine Wohlfühl-Veranstaltung. Sie liest aus ihrem gerade erst in Deutschland veröffentlichten Essay-Band “The Bitch Doctrine”. Dabei geht es nicht nur um bitches und girl riots. Die Essays sind ein links-queerer Rundumschlag und behandeln – laut Verlagsangaben -  neben klar feministischen Themen auch Überlegungen zu Genderidendität, US-amerikanischer Einwanderungspolitik und zur Neuen Rechten. Zur Einstimmung und Vorbereitung auf die Diskussion, der im Anschluss natürlich Raum geboten wird, hier noch einmal Mrs. Pepsteins Sendung zu der letzten Lesung von Laurie Penny.

Wo: UT Connewitz
Wann: 20.00
Wieviel: 6.- + Gebühr


 

Marta Collica – Inverno

Marta Collica – Inverno


Cover Inverno Portrait Marta Collica
Es gehört immer ein wenig Mut dazu, allzu offensiv vom Wetter und der Witterung zu sprechen oder singen. Es könnte belanglos werden. Die italienische Sängerin Marta Collica hat nun ein neues Solo-Album veröffentlicht. Es heißt ‘Inverno’, Winter.
Mit belanglos hat das aber nichts zu tun, sondern eher mit dem Alltäglichen, dem, was unausweichlich und immer zum Leben gehört. Denn die Sängerin erzählt in wunderbar, warmen Popsongs auf Englisch und Italienisch von den Erlebnissen und Erfahrungen, die sie in den vergangenen Jahren gemacht hat. Aber auch von Sorgen und Unsicherheit, die sie umtreibt. Sie persönlich. Und damit tritt sie einen Schritt zurück näher an sich heran. Zurück von der John Parish Band und den gemeinsamen Projekten, die sie mit dem australischen Musiker Hugo Race bestritten hat: Sepiatone und True Spirit. In denen ist Marta Collica als Mitglied natürlich ein Teil des Ganzen. In ‘Inverno’ steht sie nun wieder selbst im Mittelpunkt. Zum dritten Mal nach der Veröffentlichungen ‘Pretty and unsafe’ ‘und ‘About anything’.
Wenn der Winter so schön wird, wie das Album, dann blicke ich optimistisch auf das Ende des Sommers.

Das Album wird am 1. September 2017 veröffentlicht.