Kavka und Haeussler bei Flux.fm/Spreeblick

Wenn Interviewer übers Interviewen reden…

Dann kann es auch mal gefühlig werden. Im Gespräch mit Johnny Haeussler auf Flux.fm/Spreeblick erzählt Markus Kavka von der Angst… nein… von dem Respekt, den er vor seinem Interview mit Depeche Mode hatte.

Ab Minute 28:00 geht es los. Ich bin diese Woche mal wieder über die Sendung gestolpert und wollte Euch diesen wunderbaren Einblick ins Innere eines Interviewers nicht vorenthalten.

Kitty Solaris – Musik der Gegensätze

Interview mit Kitty Solaris

 

Jazz und Pop, Singer-Songwriting und Disco gehen bei Kitty Solaris sehr gut zusammen. Die Berlinerin hat Anfang des Jahres ihr fünftes Album veröffentlicht und präsentiert es in Leipzig in gemütlicher Label-Lounge-Atmosphäre. Nach dem Konzert setzen wir uns noch bei einem Glas Wein zusammen und sprechen über das Album. Hier eine Collage.

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Interview mit Elton John

Im (noch) aktuellen Zeit-Magazin vom 12.04. ist ein mehrseitiges Interview mit Elton John abgedruckt.
Nun kann man mit Elton John auch durchaus über Vieles reden und mehrere Seiten füllen. Und so ist das Interview angelegt: Eine Retrospektive – ein Rückblick auf fast ein halbes Jahrhundert Musikkarriere in ca. einstündigen Interview. Es liest sich sehr gut und ist unterhaltsam. Es zeigt Elton John beim Versuch, ein normaler Vater zu sein und sich auf das Normalitätslevel seiner Fans zu stellen. Das ist das Beste an dem Interview, das Thema eher zweitrangig. Dieses Übermaß an Inhalt, das es eröffnet, kann nur ein Aufhänger für ein Gespräch sein, aber kaum ein Leitfaden für das Interview. Es müsste viel enger gefasst sein, um ein Interview zum Thema daraus zu machen. So ist es ein Interview zur Person – ein sehr schönes. Fast schon portraitierend zeigt es Elton John nämlich auch noch als sehr routinierten und gelassenen Antworter. Nicht umsonst lässt er seinen Sohn nicht ganz aussperren. Nicht umsonst lässt er sich zu Fragen zu seiner Partnerschaft nicht aus dem Konzept bringen, sondern antwortet genau an der Grenze, die Einblick in sein Privatleben gewährt aber nicht unbedacht ausplaudert.

Für den Künstler ist diese Interview-Routine vielleicht unerlässlich, auf jeden Fall sehr komfortabel. Um sie zu bekommen, ist auch keine jahrelange Medienerfahrung notwendig. Manchmal reicht schon eine Strecke von Interviews zum aktuellen Album, um auf wiederkehrende Fragen klar antworten zu können. Das hatten mir Locas in Love übrigens im Interview erklärt. Mit Tim Neuhaus und seinem Support ByeBye habe ich vergangenen Montag in einem weiteren Interview über Interviews über diese Routine gesprochen.

Ich hatte diese Woche noch einmal Gelegenheit, die Routine im Interview als Thema aufzugreifen: Mit Die Heiterkeit, die ich am Mittwoch getroffen habe.

Gerne habe ich mit ihnen diskutiert, ob die Routine nur für die Bands von Vorteil ist oder auch für die Journalistin und wo die Grenze zur bloßen Wiederholung von Antworten ist.

Interviewvorstellung 3: Eine Zeitreise mit Kid Kopphausen.

Dieses Interview tut, was es soll: Es dokumentiert und hält Personen fest. Und es macht einen Kloß im Hals. Es ist eines der letzten Interviews, das Nils Koppruch gegeben hat. Am 10. Oktober ist der Hamburger Künstler unerwartet verstorben. Zu einem Zeitpunkt, als so viele Medien über seine neue Band Kid Kopphausen – der Zusammenarbeit mit Gisbert zu Knyphausen – berichteten und noch so viel mehr kommen sollte. Das Album „1“ ist erst seit 9 Wochen draußen.

singender Fink
Ein Fink singt von der Stille. ©Alexander Boden

Ich möchte diesen Kloß zum Anlass nehmen, um anhand dieses Interviews aus dem jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 30. August über die dokumentarische Funktion von Interviews zu sinnieren.