Lanz vs Gottschalk: Dauerwerbesendung

drei bunte Wackeldackel
3x Lanz im Luftzug der lauwarmen Luft von Gottschalks Rede. ©David Patrick

357 Mal. 357 hat Thomas Gottschalk „ich“ gesagt in 75 Minuten „Talkshow“. Das sind 4,76 Mal pro Minute. Und ich(!) kriege, was ich verdiene, wenn ich Lanz vs. Gottschalk anschaue. Es ist die Antwort auf die Frage:

Was passiert, wenn Du einen Wackeldackel in einen unaufhörlich blasenden Sturm warme Luft stellst? – Einen Moderator, der unaufhörlich nickt, und dabei aussieht, als würde er zustimmen und wäre interessiert, während Thomas Gottschalk die 1. Person Singular abnutzt.

Ich möchte mich ja gar nicht in der Reihe derer anstellen, die Markus Lanz Harm- und Kritiklosigkeit vorwerfen (ich kann ja auch nicht ewig warten, bis ich dran bin). Ich will auch nicht technisch werden und spekulieren, wieviel Speichel eines Altmoderators so ein Lanz wohl fasst.

Nein, es ist ja fast rührend, wie Markus Lanz den Thomas Gottschalk Geschichten aus der Zeit erzählen lässt, als es TV noch in Pastelltönen gab. Fast, wie die Großeltern nach früher fragen. Nur sind wir eben nicht bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken, sondern im Fernsehen. Und deswegen möchte ich noch einmal kurz erklären, warum Markus Lanz kein Talker, sondern ein Schwätzer ist.