Abgefragt für dieses Jahr.

Eine kleine Rückschau auf die vergangenen Wochen:

Ich durfte drei wunderbare Interviews führen und damit die Serie “Interviews über Interviews”   vergrößern.

Gerade pünktlich zum Countdown zur Apokalypse habe ich Locas in Love getroffen und die Restkekse gegessen, die von der Wintergala übrig waren.

Vor zwei Wochen konnte ich mit Klee Kaffee trinken und unter anderem über die Vor- und Nachteile von Phonern, Email-Interviews und EPKs sprechen.

Und Anfang November habe ich einen sehr netten Herrenabend verbracht, bei dem Deniz und Rasmus von Herrenmagazin darüber nachgedacht haben, wie es wäre, im Interview mal über Audiolith zu sprechen.

Die Ergebnisse der Interviews wird es zunächst zusammengefasst 2013 in Form von Artikeln und Vorträgen geben.

 

 

 

Lou Reed, bitte schlage mich – über genervte Interviewte.

Wenn der Interviewte angefressen, aber glücklicherweise nicht größer als der Interviewer ist

Wenn ich mir raussuchen dürfte, wer mir Prügel androhen soll, dann wäre es vermutlich auch Lou Reed. Es ist vielleicht sogar so etwas wie eine Ehre, von Lou Reed angeraunzt zu werden.

Klaus Walter wurde diese fragwürdige Ehre zuteil. So erzählt er in der heutigen  Ausgabe des byte.fm Mixtapes. Der Meister Reed war wohl leicht angefressen wegen einer Frage, die Klaus Walter im Interview stellte: Ob sich Lou Reed denn als queerer Künstler sähe oder gesehen habe.

Was kann man da als InterviewerIn machen, wenn man – im Gegensatz zu Klaus Walter – nicht gerade einen Kopf größer und 20 Kilo schwer als der Interviewte ist? Nun, es ist offenbar die Reaktion eines Künstlers, der schon alles gefragt wurde – und das auch mehrfach. Folglich empfiehlt es sich, das Thema Sexualität in der Musik mal anders zu beleuchten und zu fragen, welche KünstlerInnen nach Reeds Meinung Sexualität überzeugend darstellen, warum Antony Hegarty vermutlich dazu gehört, welche Gefahren aber auch eine Übersexualisierung der Musik birgt.

Meiner Erfahrung nach wünschen sich Bands in Interviews nicht viel mehr als eine neue Herangehensweise an ein Thema, die auch die Bands überrascht und zum Nachdenken anregt. Das setzt natürlich eine umfangreiche Vorbereitung voraus und auch, sich mit den Menschen hinter den KünstlerInnen auseinander zu setzen.

Das zeigt sich immer wieder in den Interviews zu Interviews, aktuell und besonders in dem mit Herrenmagazin, das es demnächst hier gibt.

Die Sendung auf Byte.fm gibt es übrigens am Sonnabend Morgen 10:00 noch einmal.