Interview über Interviews mit: Zimt

>>Zimt<<

„Ich finde es blöd, wenn man so gar keine Herzlichkeit zeigt.“

Zimt ist entweder das subversivste Pop-Gewürz oder die Band, die für immer nach Weihnachten schmeckt. Im August 2017 haben die Drei Augsburger ihr Debütalbum “Glückstiraden” bei Tapete Records veröffentlicht. Den Kontakt stellte – ganz selbstlos – ihr bisheriger Labelchef und Freund Ronny Pinkau von Kleine Untergrund Schallplatten her. Einfach, weil er fand, dass der Schritt der Band guttun würde. In Leipzig spreche ich mit Janina Kölbl, Isabella Theil und Ralf Déteste über die Interviewerfahrungen, die sie mit der Veröffentlichung der Platte gemacht haben.

Die drei Bandmitglieder Backstage
Noch besser Leben mit Zimt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interview am 26.06.2018, Leipzig Nochbesserleben

Kurz nach 20:00 bin ich im Noch besser leben, der Kneipe, in der Zimt heute spielen. 21:00 soll es losgehen. 20:15 ist das Interview angesetzt und jetzt sind die Drei aus Augsburg noch beim Soundcheck. Sie sind erst vorhin aus Prag gekommen. Als wir 15 Minuten später zusammen sitzen, ist Isabella noch unterwegs und organisiert das Abendbrot. Journalistisch ist die erste Frage jetzt nicht clever, menschlich aber unbedingt notwendig.

Habt Ihr jetzt überhaupt noch Lust auf das Interview?

Ralf: Ja klar. Das ist ja normaler Tour-Alltag.

Ihr habt also schon geahnt oder gewusst, dass der Zeitplan sehr eng ist. Warum habt Ihr denn trotzdem zugesagt, das Interview zu machen? 


Janina: Na, weil es interessant klang. Es soll ja ein Interview über Interviews sein. Das ist mal was Anderes und nicht wie die normalen Interviews.

Wie sind denn die normalen Interviews?


J: Das ist meistens erst einmal die allgemeine Vorstellung der Band. Dann die Rechtfertigung: Was macht Ihr für Musik? Wer sind Eure Vorbilder…
R: …Bandname erklären.
J: Ja genau, der Bandname.

Und mit welchen Erwartungen seid Ihr in dieses Interview gegangen? 


R: Ach mit gar nicht so besonderen. Vielleicht, dass Du interessante Geschichten erzählst.

Na erzählen sollt eigentlich IHR ja. Ich kitzele das raus. Und mit dem Bandnamen habt Ihr ein schönes Stichwort gegeben… Wie geht Ihr denn damit um, wenn Ihr immer das Gleiche gefragt werdet?


J: Entspannt. Wir erzählen dann auch immer mal ein bisschen unterschiedliche Geschichten… Wobei gerade beim Bandnamen habe ich dann schon eine Standardantwort, wenn wir halt zum vierten oder fünften Mal gefragt werden, warum wir Zimt heißen. Aber ich find das gar nicht so gut mit der Routine.
R: …oder auch bei der Kennenlern-Geschichte. Da denkt man manchmal gar nicht mehr so drüber nach und wenn man das ein paar Mal erzählt, glaubt man sich das selbst.

Referenzen und Vergleiche

Also wir nehmen prinzipiell natürlich jedes Interview ernst.

Bei Referenzen und Vorbildern habe ich mitunter das Gefühl, dass das der Fall ist. Ich glaube Euch natürlich, dass Ihr Velvet Underground mögt, wie es häufiger zu lesen war, aber das verselbstständigt sich auch, oder? 


J: Ja schon. Da wird vor allem im Musikjournalismus vielleicht etwas hineininterpretiert und wir denken uns dann: Ja, aber das könnte schon sein. Auf manche Bands, mit denen wir jetzt in Verbindung gebracht werden, sind wir selbst noch gar nicht gekommen.

Ist es aber manchmal auch spannend, im Interview auf Sachen hingewiesen zu werden, auf die Ihr selbst noch nicht gekommen seid?

J: Ach klar. Bei den Referenzen zum Beispiel kam auch einmal Cocteau Twins
R: … Da wollte der Interviewer darauf hinaus, ob wir die älteren Referenzen überhaupt alle kennen. Wir sind ja eigentlich ein anderer Jahrgang. Und da habe ich dann auch Cocteau Twins genannt.
J: Das wurde dann auch tatsächlich öfters aufgegriffen und hat sich etwas verselbstständigt.

Macht es das für Euch interessanter, wenn Ihr dann auch mal neue Geschichten erzählt? 


R: Naja, es ist manchmal eher eine Frage, was besser ankommt. Gerade, wenn es um das Thema Frauenband geht. Da passt es gut, wenn wir erzählen, dass sich Janina und Isabella beim FemmeJam kennengelernt haben, einer Veranstaltung, bei der sich nur Frauen zum Musikmachen treffen. Es stimmt zwar, dass sie sich da getroffen haben, aber es macht die Antwort für den Interviewer eben auch schmackhafter, weil klar ist, das ist ne Frauenband.
J: Wir erfinden ja auch nicht immer irgendwelche Geschichten… Nur mit dem Tocotronic-Konzert haben wir ein bisschen Quatsch erzählt. Aber das lag am Interview, das haben wir nicht ganz so ernst genommen…

Ach echt? Warum das nicht? Was sind denn Voraussetzungen dafür, dass Ihr etwas lascher an ein Interview geht?


R: (lacht) Also wir nehmen prinzipiell natürlich jedes Interview ernst. Aber da wollte der Interviewer wohl auf das Post-Hamburger-Schule-Ding raus und da hat sich das mit Tocotronic einfach angeboten. Es sollte auch ein bisschen witzig sein.
J: Es lag auch daran, dass das Interview ein Freund von uns gemacht hat. Das war ja fürs Kaput-Mag und wir kennen den persönlich. Wir nehmen sonst natürlich jedes Interview ernst. Aber hier war es etwas witziger und wir kennen eben das Konzept des Magazins.

Ist das eine legitime Art, an ein Interview heranzugehen: witzig und in erster Linie unterhaltsam? 


R: Also ich lese die Interviews im Kaput Mag immer gerne. Die Leute sind einfach so und da hast Du dann absatzweise kurze, knappe und witzige Antworten.

Von KaputMag bis Deutschlandfunk

Beim Stadtmagazin kennt man die Leute. Augsburg ist ja nicht so groß…

Könnt Ihr Euch noch an das erste Interview erinnern, das Ihr gegeben habt?


R: Das erste Interview haben wir, glaube ich, für den Zündfunk auf Bayern2 gegeben. Das ist eher der alternativere Sender in Bayern. Der Moderator hat uns aber auch sehr schnell Fragen nach Vorbildern gestellt…
J: …Aber ich glaube, unser erstes Interview war bei einem anderen Radiosender… Das war Deutschlandfunk Kultur.

Wow, da hätte ich eher erwartet, dass es erst einmal Augsburger Fanzines und Magazine waren. Da gibt es ja auch einige…


J: Na, das war eher gleichzeitig. Die Augsburger Magazine kamen dann schon auch. Aber das erste Interview war schon Deutschlandfunk. Weil wir gleich so viele Rezensionen bekommen hatten, kamen die so schnell. Und dann auch die TAZ, wo wir schon gedacht haben: Wow, aufregend.

Fandet Ihr diesen Einstieg gleich mit Deutschlandfunk gut oder eher nicht?


J: Doch schon. Es war natürlich aufregend und wir waren happy darüber. Man hätte es aber einfach nicht erwartet.

Habt Ihr dabei auch Unterschiede zwischen zum Beispiel Zündfunk und einem Stadtmagazin festgestellt?


R: Auf jeden Fall. Beim Stadtmagazin kennt man die Leute. Augsburg ist ja nicht so groß…
J: Deutschlandfunk ist da einfach hochwertiger. Die beschäftigen sich professionell damit und man merkt, die haben recherchiert. Beim Stadtmagazin kommen schon mal Standardfragen.

Beim Deutschlandfunk kam aber auch die Frage nach dem Namen…


R: (lacht) Ja, er wollte das bestätigt wissen. Stimmt.

Die Rolle der Interviewenden

Eine gewisse Distanz ist schon ganz gut, weil man da auch Sachen sagen kann, die der Interviewer nicht weiß und man das Gespräch so interessanter gestalten kann.

Aber trotzdem erstaunlich, dass Ihr diese Erfahrung gemacht habt. Gerade, wenn Ihr die Interviewer kennt. Empfindet Ihr das denn als angenehm, wenn Ihr Euch kennt, oder tut eher eine gewisse Distanz zum Interviewer gut?


R: So eine Distanz ist schon ganz gut, weil man da auch Sachen sagen kann, die er nicht weiß und man das Gespräch so interessanter gestalten kann. Der Interviewer, der einen kennt, weiß vielleicht, dass man drei Jahre lang an der Produktion gearbeitet hat und sagt dann: So, jetzt habt ihr es endlich geschafft. Der Interviewer beim Deutschlandfunk hingegen kriegt das Album zugeschickt, hört es erst einmal unvoreingenommen an und stellt dann seine Fragen.

Das widerspricht aber ein bisschen der Klage der Journalisten, dass Zimt als Bandname ungooglebar ist. Denn das ist ja schon bezeichnend für so einen Komfortjournalismus, bei dem man sich ein Interview aus den ersten Suchergebnissen zusammenbasteln kann.


R: Ja stimmt. (überlegt)

J: (etwas zögerlich) Also man findet uns ja schon. Man muss halt etwas hinzufügen: Band, Indiepop, Augsburg…

Eine intensivere, hintergründigere Recherche heißt aber auch, dass vielleicht Fragen gestellt werden, auf die Ihr nicht vorbereitet seid. Wäre Euch das lieber?


R: Auf jeden Fall. Das finde ich viel cooler, weil man da viel  ehrlicher antworten kann. Man ist nicht so befangen und muss nicht überlegen, was man beim letzten Mal geantwortet hat, und denkt, man müsste wieder auf die selbe Schiene gehen.

Mögt Ihr es dann generell überhaupt, Interviews zu geben?


R: Total gerne.

Was ist das Gute dran? 


R: …dass man immer wieder neue Sachen erzählen kann.
J: Und Du zum Beispiel nimmst Dir Zeit. Beim Deutschlandfunk hat man da schon mal auch nur fünf Minuten für ein Interview. Da geht es dann eben Frage-Antwort-Frage-Antwort. Jedes Interview ist anders.

In dem Moment kommt auch Isabella mit dem Essen dazu. Wir rutschen zusammen.


Isabella beim Konzert

 

 

 

Das Interview als Image-Werkzeug

Schlimm wäre es, wenn man seine Texte dekonstruiert.

Wir haben vorhin schon darüber gesprochen, dass die Interviewfragen mitunter aus den ersten zehn Ergebnissen der Suchmaschine gebastelt werden und sich wiederholen. Kann man das als Band nicht nutzen und über zum Beispiel Pressetexte gezielt ein paar Themen forcieren?


R: Ja, aber das machen ganz viele. Dann hast Du eben zum Beispiel bei bekannten Bands wie Wanda ein Markenzeichen „Austro-Pop“.

Welche Rolle spielen denn dann Interviews für Eure Arbeit als Band? 


R: (überlegt) Hm. Schwierig. Da kann man mit dem Image spielen. Wenn eine Band auf der Bühne so bad-ass-mäßig ist, merkt man im Interview häufig, dass sie eigentlich gar nicht so ist. Da sind die vielleicht total freundlich und nahbar.
I: (etwas zögerlich) Jaaa. Aber gerade bei kurzen Interviews ist es ja auch schwierig, sich authentisch darzustellen. Das hat auch etwas mit Schlagfertigkeit zu tun. Es muss einem bei der Frage ja auch genau das einfallen, was man sagen will.
 Man macht sich ja ständig Gedanken, ob man das Richtige sagt und will nicht das Falsche sagen.

Was wäre denn das Falsche oder Richtige?


R: Schlimm wäre es, wenn man seine Texte dekonstruiert zum Beispiel, also im Interview eine andere Aussage hat als in den Texten. Das will keiner…
J: …da muss man aufpassen, was man sagt. Man will ja auch richtig rüberkommen.

Zitate und Halbwahrheiten

Wir haben weniger bereut, was wir gesagt haben, sondern eher, wie es vom Interviewer dargestellt wurde.

Dafür kann man das Interview aber auch autorisieren lassen. Ist es Euch denn schon mal passiert, dass Ihr bereut habt, etwas gesagt zu haben? 


I: Weniger bereut, was wir gesagt haben, sondern eher, wie es vom Interviewer dargestellt wurde. Da hat er Sachen entweder falsch verstanden oder falsch dargestellt.
R: Als Interviewer hat man da eine so unwahrscheinliche Gewalt drüber, wie man das zusammenschreibt.

Und die Autorisierung ist da keine Hilfe für Euch?


R: Ehrlich gesagt haben wir kaum Interviews noch einmal vorgespielt oder zu lesen bekommen. Eigentlich nur beim Kaput-Mag, wenn ichs mir richtig überlege.

Beim Hörfunk ist es tatsächlich auch schwierig. Aber welche falschen Zitate sind Euch denn da in Erinnerung, mit denen Ihr nicht so glücklich wart?


I: Keine bösartigen Sachen, aber zum Beispiel wurden Sachen, die Janina gesagt hat, mir zugeschrieben. Man weiß halt, das stimmt einfach nicht. Der Interviewer hatte aber auch kein Aufnahmegerät dabei, sondern hat mitgeschrieben. Sonst wäre das vielleicht auch nicht passiert.
R: Ich finde es blöd, wenn man so gar keine Herzlichkeit zeigt. Du kannst als Band nicht sagen, dass Du das Interview gerne geben möchtest und dann total arrogant und einsilbig antworten. Das ist nicht authentisch.
I: Es ist aber auch schwierig, authentisch zu sein, weil der Interviewer ja das Thema bestimmt. Dann ist es vielleicht eines, das Dir gar nicht so wichtig ist und ein anderes konntest Du gar nicht unterbringen, weil es die Fragen gar nicht zugelassen haben.

Welche Rolle spielt dabei denn das Wissen, dass das Gespräch veröffentlicht wird?


J: Also, das macht nicht unbedingt Angst, wenn Du das meinst. Es ist eher Neugierde, weil man sich fragt, was der Interviewer verwendet. Da ist es auch ein Unterschied, ob das Interview live ist oder ein gedruckter Artikel. Beim Live-Interview kann man ja nichts verdrehen.
I: Da ist man aber aufgeregter.

Die Formen des Interviews

Bei einem Gespräch, wie wir es jetzt führen, überlegst Du hinterher immer, ob Du es nicht doch hättest anders formulieren können.

Es scheint also für die Interviewformen jeweils Vor- und Nachteile zu geben. In welcher Situation fühlt Ihr Euch denn am wohlsten?


I: Am entspanntesten war für mich das Interview mit dem Kaput-Mag. Das ging ganz einfach zwanglos hin und her.
J: Das war eben per Mail. Da kann man in Ruhe ausformulieren. Er hat es aber auch gut gemacht und nach den ersten allgemeineren Fragen noch mal Fragen geschickt, als hätten wir ein ganzes Interview gemacht. 
Bei einem Gespräch, wie wir es jetzt führen, überlegst Du hinterher immer, ob Du es nicht doch hättest anders formulieren können. Und beim Radiointerview wird es noch eins zu eins mitgeschnitten…
R: …das finde ich zum Beispiel besser. Das ist aus dem Stegreif und es kommt wies kommt.
I: Ich finde es generell wichtig, dass die Gesprächsatmosphäre gut ist und dass der Interviewer auch von sich was preisgibt. Dann fühle ich mich eher dazu angeregt, etwas von mir zu erzählen.
J: Wenn Du unsere Musik magst und entsprechend positiv an das Interview rangehst, ist das natürlich auch angenehm. Das kann man ja nicht immer voraussetzen.
R: Es ist schon vorgekommen, dass man dann einen Bericht liest, bei dem einfach beschrieben wird, was passiert, aber ohne jede Meinung oder Lob und Kritik.

Mich hatte es ja fast ein wenig gewundert, dass Ihr nicht mehr mit Referenzen zu Augsburger Bands wie Nova International oder Anajo konfrontiert worden seid…


R: …ja, aber das ist ja auch mega lange her.

Stimmt. Stattdessen wurde Eure Musik immer wieder als DIY und rumpelig beschrieben. Das finde ich ja wieder bezeichnend für die gängigen Radioformate. Sicher macht Ihr keinen glatt gebügelten Pop, aber doch so zugänglich, dass ich das schon gerne im Radio gehört hätte.


R: (zögert ein bisschen) Es war tatsächlich so, dass wir für die Promotion überlegt haben, welcher Song jetzt am radiotauglichsten ist. Die Journalisten hören eben unglaublich viel und haben kaum Zeit. Aber es verfälscht natürlich die Kunst, wenn man so herangeht.
J: Es passiert ja auch fast nie, dass man sich als Band vorher zusammensetzt und über diese Interviewthemen redet. Das merkt man dann vielleicht beim Interview: Ach das würde mich jetzt interessieren.

Macht und Spiele

Und am Ende entscheidet der Interviewer auch, was da steht. Das steht dann da aber natürlich auch wirklich fest dokumentiert, vor allem bei gedruckten Interviews.

Ihr könntet solche Gespräche, wie wir das jetzt tun, aber auch Backstage oder mit anderen Bands sogar führen. Wäre das ein Unterschied?


J: Schon. Du leitest ja das Interview und führst uns zu einem Punkt, über den wir uns noch keine Gedanken gemacht haben.
R: Der Interviewer hat mehr Macht.

Naja, Du kannst als Gast aber schon auch einfach das Arschloch geben und einsilbig dasitzen.


R: Aber Du musst trotzdem liefern, irgendetwas. Der Interviewer kann sich ja nicht einfach etwas ausdenken, wenn es kein Gespräch gab. Und am Ende entscheidet er auch, was da steht. Das steht dann da aber natürlich auch wirklich fest dokumentiert, vor allem bei gedruckten Interviews.
I: Aber natürlich kannst Du auch als Band bis zu einem bestimmten Grad reagieren und durch die weiterführenden Fragen kommst Du dann vielleicht auch an den Punkt, an den Du hinwillst.

Welche Rolle spielt das Dokumentarische beim Interview denn heute noch, wenn man durch Timelines und Snapchat gewohnt ist, dass alles gleich wieder verschwindet?


J: An so eine Präsenz in Internet ist man natürlich schon gewohnt und auch, dass viel mitgeschnitten wird.

Aber Ihr legt nicht so viel Wert auf eine Inszenierung in den Medien.


R: Nein, gar nicht. Aber es gibt bei uns auch nicht die absolute Frontfrau. Das ist eher gleichberechtigt. Bei Wir sind Helden zum Beispiel stand Judith Holofernes ganz vorne.
J: Da wird dann eben explizit die Sängerin zum Interview eingeladen. Das ist uns tatsächlich nur einmal passiert. Da wurde nach den Texten gefragt und da bin ich als Sängerin dann eben zuständig.
Fandet Ihr das angemessen? Dreist? …?
J: Ich fand es irritierend.
R: Ich kann es irgendwie nachvollziehen. Es ist aber auch ein bisschen einfach.

Dann kommt ja auch häufig die Frage, was die Texte bedeuten…


J: Das ist ganz schwierig. Das kann und will man ja gar nicht so erklären.
R: Ich finde, das ist aber schon besser geworden, was sicher auch daran liegt, dass es mittlerweile so viele deutschsprachige Bands gibt. Vor 30 Jahren war das noch anders, Fehlfarben zum Beispiel mussten sich ja extrem erklären.

Hm. Wenn es Medien gibt, die fordern können, dass sie mit der Sängerin sprechen, hat das was mit Hierarchie zu tun? Je größer das Medium ist, desto mehr Forderungen können sie stellen und im Gegenzug kann die Band umso mehr fordern, je bekannter sie ist?


J: Ja klar. Da war es die TAZ und dann gab es noch den Fall, da hat ein Fanzine angefragt. In der Mail stand dann: „Ist es möglich, mit ihr zu sprechen“. Dabei sind wir doch jetzt nicht DIE Stars…

Ich finde das aber nett. Das hat ja auch etwas mit Respekt zu tun. Ihr nehmt Euch die Zeit. Und in unserem Fall jetzt eben noch kurz vor dem Auftritt…


J: Ja, aber das geht sich aus. Und es hat Spaß gemacht.


 

Sender und Magazine

Referenzen

 

Interview über Interviews mit: Mrs. Pepstein

>>Mrs. Pepstein<<

„Interviews, die Ihr nur macht, um ein Interview zu machen, könnt Ihr Euch sparen.“

 

Mrs Pepstein

Mrs. Pepstein ist eine Macht an den Reglern und am Mikro. Sie ist Radiomoderatorin, DJane, Interviewerin oder auch einfach: Gastgeberin für Künstlerinnen und Bands. Ihr zweiter Name ist nicht etwa Katja Röckel – den hat sie sich nur für den Personalausweis zugelegt – sondern Netzwerk. Durch ihre journalistische Arbeit hat sie Kontakte zu Bands und Künstlerinnen geknüpft. Neben der Tatsache, dass sie diese Künstlerinnen schätzt, ist eine gemeisname Liebe zum Feminismus dafür eine gute Basis. In Leipzig lädt sie regelmäßig zur Interviewsendung Mrs. Pepsteins Welt auf Radio Blau ein. Lesetipp dazu: Hot Topic, ein Band über neue Ansätze des Feminismus im Pop.

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Interview über Interviews mit: Tim Neuhaus

>Tim Neuhaus<

„Es ist bestimmt für den Leser schön zu sehen, dass der Fragesteller sich mit der Band beschäftigt hat.“

Tim Neuhaus ist Schlagzeuger. Über manche Projekte – Clueso –  redet er mit Respekt, über andere – die Blue Man Group – gar nicht mehr gerne und über eines – seine Band The Cabinet –besonders leidenschaftlich. Die ersten beiden Projekte musste er aber erst durchziehen, bevor er das dritte als Herzenssache umsetzte. Er hat dafür sogar die Drumsticks an Florian Holoubek abgegeben und spielt bei Tim Neuhaus and the Cabinet Gitarre.
Schlagzeuger bleibt er als Tourmusiker für verschiedene Bands wie eben Clueso, Marcus Wiebusch oder The Hundreds.


 

Interview am 14.04.2014, Leipzig Täubchenthal

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Interview über Interviews mit: Jens Friebe

>Jens Friebe<

Jens Friebe ist Musikjournalist, Texter und Musiker. Spätestens seit 2004 und seinem Debüt Vorher Nachher Bilder taucht er immer wieder in verschiedenen Pop-Türchen auf. Er freundet sich mit Alfred Hilsberg an, schreibt für die intro und die Spex. Er landet letztendlich in Berlin und bei Staatsakt. 
Über diesen Weg sammelt er weitere Freundschaften mit Christiane Rösinger, Kerstin und Sandra Grether, Linus Volkmann. Aus denen ergeben sich verschiedene Projekte und Kollaborationen. Unter anderem als Keyboarder bei Maximilian Hecker oder eine Tour für das Goetheinstitut.

Interview am 25.11.2014, Berlin Südblock

Zeichnung Jens Friebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist ja ein Interview über Interviews. Und Du führst ja auch öfters Interviews. Auf welcher Seite des Mikros gefällt es Dir denn besser – auf der jetzt oder auf der des Interviewers?

Ich habe eigentlich beides immer relativ ungern gemacht, und bin auch allgemein nie ein großer Fan von Interviews gewesen. Vor Allem, da es fast unmöglich ist, so etwas wie eine natürliche Gesprächssituation herzustellen, da immer ein hierarchisches Gefälle besteht: es geht nur um einen der beiden Gesprächspartner. Der eine ist also interessant und der andere nicht.
Gleichzeitig hat der Interviewer eine Machtposition, weil er relativ anonym bleibt und entscheidet, welche Fragen er stellt.  Als Interviewter sitzt man zwar irgendwie am längeren Hebel, da man ja nicht jede blöde Frage beantworten muss, trotzdem sind die Reaktionsmöglichkeiten begrenzt: entweder man wirkt unfreundlich, wenn man bestimme Antworten verweigert, oder man gibt eine blöde Antwort.

Ich glaube aber schon, dass Du es als Interviewter in der Hand hast, das Thema mit zu bestimmen. Gerade bei sehr oberflächlich gestellten Fragen…

Es gibt natürlich ganz professionelle Strategien, wie etwa die von Blixa Bargeld, der mal sagte, er schert sich in Interviews gar nicht um die Fragen, sondern hat immer seine 10 feststehenden Antworten. Das fände ich aber dann auch wieder schade. Dazu habe ich doch ein zu idealistisches Bild von einem guten Interview. Ich will mich ja trotz allem offen halten für Sachen, über die ich vorher noch nicht unbedingt nachgedacht habe. Was ich allerdings gar nicht kann, sind so Fantasy-Schlagfertigkeitsfragen wie: „Was sind so drei Dinge, die Du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest?“, „Wen würdest Du gerne mal kennen lernen?“, „Was ist das Peinlichste, was dir je passiert ist?“

Das sind ja eher Fragenkataloge.

Genau. Und das ist bei mir wirklich eine spezielle Unverträglichkeit. Es ist nicht nur, dass ich keine Lust habe, darauf zu antworten. Es ist eher wie ein physisches Symptom, eine Gehirnlähmung. Ich kann dann einfach beim besten willen nichts sagen.

Was würde das denn aber auch über Dich sagen, wenn Du antworten würdest: Queen Victoria oder so?

Ich weiß nicht. Aber ich will nicht ausschließen, dass es interviewtalentierte Künstler gibt, die bei solchen Fragen zu Höchstformen auflaufen und total originelle Sachen sagen. Ich gehör nur leider nicht dazu.

Und was hältst du von Moritz von Uslars Fragenkatalogen? Seine „100 Fragen“?

Naja, dessen Fragen waren ja immerhin auf de jeweiligen Befragten abgestimmt, nicht standardisiert. Allerdings immer mit dem Willen, zu provozieren und das Gegenüber aus der Fassung zu bringen. Das hat mir nur Spaß gemacht zu lesen bei arroganten Stars oder Politprofis. Bei Leuten, die ich mochte und von denen ich wirklich was wissen wollte, war mir das immer zu grob.
Für mich ist das Ideal eher jemand wie Alexander Kluge. Dem wird ja oft vorgeworfen, dass er zu viel über sich erzählt. Aber von mir kriegt man am meisten heraus, wenn man auch etwas über sich preis gibt. Wenn man sich Gedanken gemacht hat und keine konstruierten Fragen stellt. Mitunter haben die Interviewer so eine Haltung: Es geht ja jetzt nicht um mich sondern um den Interviewpartner. Das ist eine Bescheidenheit, die mich eher verunsichert.
Da ich selber Journalist bin, kommt natürlich auch oft die Frage: „Was würdest Du Dich denn fragen?“ Das ist aber eine Selbstanwendung, die natürlich auch nicht funktioniert.

Das wirkt, als hätte sich der Journalist nicht vorbereitet und das ist ja auch respektlos.

Ja.

Fandest Du es gut, wie Charlotte Roche das gemacht hat? Die hatte glaube ich immer so einen Ansatz…

Ja. Ich fand Charlotte Roche immer ganz gut. Da gibt es einige gute Interviews. Ich bin aber nie von ihr interviewt worden. Ich fand immer, dass sie wirklich sehr gut  war mit Superstars. Da hatte sie so eine Frechheit, die aber auch nicht so bohrend war, eine gute Art von Respektlosigkeit. Nicht Arschkriecher-freundlich, sondern freundlich.
Bei deutschen Acts wie z.B. der Hamburger Schule fand ich eher, dass es nicht so funktioniert hat. Vielleicht hatte sie vor denen paradoxerweise mehr Ehrfurcht. Oder sie war umgekehrt zu nah dran.

Kennst du das Problem auch, wenn du deutsche Musiker interviewst, dass es da eine Befangenheit gibt?

Nein, eher im Gegenteil, für mich ist es ganz angenehm, wenn die Sprachbarriere wegfällt. .  Zwei der entspanntesten Interviews, die ich je geführt habe, waren mit Andreas Dorau und Sven Regener. Das sind Leute, die reden einfach drauf los und erklären ihre Sachen, mit so einer demystifizierenden Punkhaltung. Das ist wirklich sehr erfrischend und ungewöhnlich.  Es ist wirklich erstaunlich, mit wie wenigen Bands man zum Beispiel über ihre Texte sprechen kann. Meist heißt es : „Da soll sich jeder selbst was bei denken, wir wollen da gar nicht zu viel vorgeben“, oder sogar: „Wir wissen selbst nicht, was die Lieder bedeuten“. Ich dagegen rede gerne über den Sinn meiner Lieder, werde aber selten danach gefragt.

Einen allgemeingültigen Rat kannst Du aber auch nicht geben, ob man die Bands nach ihren Liedern fragen sollte oder eben nicht?

Nee.

Dann musst Du das richtige Gespür mitbringen, ob sie das jetzt wollen oder nicht. Immerhin wollen sie ja ein Interview geben.

Ja. Das stimmt. Ich habe aber immer das Problem, dass ich nicht weiß, worüber ich mit den Bands reden soll, wenn sie eben nicht über ihre Songs reden wollen. Das ist fair enough , aber mich interessieren meistens diese Geschichten nicht, warum man mit welchem Produzenten aufgenommen hat. Und ich habe auch keine Lust, so Privatfragen zu stellen: Wie seid Ihr denn so drauf?

Es ist halt keine private Situation.

Das stimmt, aber es gibt ja durchaus Journalisten, die eher an einer Art „Homestory“ interessiert sind, über die Lebensumstände und Freizeitgestaltung. Mein Interesse bei einem Interwiew mit einer Band ist aber eben gemeinsam über ihre Musik zu sprechen.
Da fehlt mir dann vielleicht  die richtige Technik, wenn sie nicht darüber sprechen wollen.

Glaube ich nicht. Ich glaube, es ist schon auch eine Frage der Band, worüber man sprechen kann. Es gibt ja einige, die sich explizit zu musikfremden, zu politischen Themen äußern – Churches, Morrissey….

Aber Morrissey ist für mich wiklich das Paradebeispiel für einen unerträglichen Inteviewpartner. Ich habe ein interview von Russel Brand mit ihm gesehen. Russel Brand war wirklich süß und sehr bemüht. Aber er konnte es Morrissey einfach nicht recht machen. Als Brand in einer Frage sagte „you are a vegetarian“, sagte er: „I am not a vegetarian. I just don’t eat meat“. Und als eine Frage losging mit: „When you perform live“, kam gleich: „I don’t perform.“ – „So, what do you do?“ – „I appear life“.

Aber ehrlich. Ist so etwas gerechtfertigt? Ist das sinnvoll?

Also ich finde solche Allüren schrecklich. Als Journalist, weiß ich, wie nervig es ist, wenn alle Zuschreibungen abgewiesen werden: Das will man nicht gewesen sein, und das auch nicht – Am besten schreibst Du gar nichts!

Dann sollten sie vielleicht kein Interview geben?

Das finde ich auch.

Ich frage mich bei Morrissey dann immer, ob das eine Kunstfigur ist. Bei Kinski ja definitiv…

Bei Kinski war das keine Kunstfigur. Das war schon authentisch, glaube ich. Daran, dass er im echten Leben ein wahnsinniger Choleriker war, besteht kein Zweifel. In Interviews kam vielleicht hinzu, dass ihm nicht richtig was so Schlaues eingefallen ist, wie er es gern gehabt hätte, und das hat er dann über Aggressionen gelöst. Das war aber schon ziemlich glaubwürdig sein Wesen. Der stand unter Strom. Das war auch die Hauptattraktion an ihm.

Wenn Du das aber als Kunstfigur durchziehst, wäre das schon ok. Es wäre sicher eine Sonderform des Interviews, aber interessant.

Ja aber zu welchem Zweck konstruiert man eine Kunstfigur? Wenn man so etwas macht, kreiert man sich doch etwas, das man hinterher gerne sieht und mag, oder?
Ich glaube, die Leute haben einfach schon so viel Mist über sich gelesen, das ich diesen Verweigerungsimpuls irgendwie auch verstehen kann. Jede Fremdbeschreibung, die man zulässt, birgt ja die Gefahr, dass das als Attribut an dir hängenbleibt.
Bei mir ist es der “Pop-Dandy“. Neulich wollte ich mal Zitate raussuchen für meine neue Promo und ich habe fast nichts gefunden ohne „Pop-Dandy“. Das wollte ich denen dann natürlich nicht wieder zu fressen geben.

Pressetexte sind ohnehin noch eine ganz eigene Sache…
Da hast Du ja die Chance, selbst zu bestimmen, worüber geschrieben wird, weil Du zu 99 Prozent sagen kannst, dass da Sachen übernommen werden.

Das ist aber auch ein Problem, dass das dann alle abschreiben. Denn auch wenn du bestimmen kannst, was überall steht: Alles nervt, wenn es überall steht. Ich nehme noch mal das Beispiel mit dem Popdandy. Wenn das ein mal in einem Text steht, finde ich das ja gar nicht schlimm. Aber wenn es dann zu so einem festen Beinamen wird, nervt es. Und wenn man im Interview dann gefragt wird: „Bist du wirklich der Pop-Dandy?“ Was soll man dazu sagen.

Und genau da würde ich mir wünschen, dass Du aufstehst und sagst: Ich habe darauf keinen Bock. Ich geh. Bist du – und viele andere Bands auch – zu geduldig, aus Angst, als arrogant dargestellt zu werden?

Ja, vielleicht gibt es diese Angst. Vielleicht verstehe ich aber auch die andere Seite zu gut. Es gibt halt einen ewigen Interessenkonflikt. Die Journalisten wollen die Künstler auf eine griffige Formel festnageln, die Künstler wollen sich nicht festnageln lassen. Bei manchen Musikern hat mich das auch schon genervt, diese Art sich jeder konkreten Aussage zu entziehen, vor allem dann, wenn sie in Texten mit politischen Statements kokettieren, und, danach befragt, es dann aber nicht gewesen sein wollen. Nach dem Motto, alles nicht so ernst gemeint, soll sich jeder selbst was dazu denken. Die Relevanz hat man sich aber vorher trotzdem übers Politische abgeholt.
Ein anderer Grund nicht bei jeder blöden Frage abzuhauen, ist aber auch, dass man von der Gesprächssituation im Interview nicht darauf schließen kann, wie das verwertet wird. Ich habe schon Gespräche gehabt, wo ich dachte: Oh Mann, der Typ will mich fertig machen, und dann war der Text erstaunlich ok. Und ich hatte hervorragende Gespräche, die sich dann nachher verschriftlicht ganz grauenvoll lasen.

Aber dann kannst Du ja autorisieren.

Das mache ich dann auch manchmal. Aber es ist auch wahnsinnig viel Arbeit, alles umzuschreiben, und es wird nicht immer akzeptiert.

Nun ist die Autorisierung gerade ein aktuelles Thema und die Frage, wer die Rechte an den Aufnahmen hat, wird mit Helmut Kohl verhandelt. Hattest Du selbst schon mal Probleme?

Nein. Nicht mit O-Tönen. Eher mit der Gesamtdarstellung im Interview. Bei der ersten Platte gab es eine Homestory und dem Interviewer sind einfach keine Fragen eingefallen. Er wusste einfach nicht, was er mich fragen sollte. Ich habe noch versucht, ihm zu helfen. Er war untröstlich und hat sich für das schlechte Interview entschuldigt. Der Text würde dann aber auf jeden Fall gut werden, meinte er noch. In seinem Text beschrieb er dann auf einmal mich als einen so normalen, durchschnittlichen Typen mit dem eben kein Gespräch zustande gekommen sei, weil ich eben so langweilig wäre.

Ich finde es sowieso komisch „sich Fragen einfallen zu lassen”. Man geht doch zu einem Interview, weil man Fragen hat.

Ja. Das gab es einmal in Würzburg. Da kam der Interviewer zu mir und sagte: „Komm, erzähl mal“. Aber so funktioniert das nicht. Man muss mich schon etwas fragen.

Das war aber nicht Radio, oder? Da hat man ja meistens nur ein paar Sekunden Zeit und es ist klar, dass Du ein bestimmtes Statement abgeben…

Nein, das war nicht Radio. Und der Typ hat gesagt: „Ja aber Roman Fischer hat das gemacht und einfach etwas erzählt“. Und ich: „Ja, aber Roman Fischer ist auch noch jung und denkt, er müsste jeden Scheiß mitmachen und wird dann berühmt“. Ich weiß, dass man nicht berühmt wird, nur weil man jeden Scheiß mitmacht.
Aber ja: Radio ist noch einmal etwas Anderes. Und Fernsehen ist noch die Verschärfung davon. Da wird das Interview geführt, aber die Fragen sind nicht zu hören sondern nur die Antworten. So aus dem Zusammenhang gerissen wissen die Zuschauenden dann eben nicht, dass Du unter Umständen auf eine doofe Frage geantwortet hast.

Es geht auch weg von dem Gesprächscharakter, den ein Interview haben soll. So hast Du Frage hier, Antwort dort, Frage… wie bei einem Ping-Pong-Spiel. Bei einem normalen Gespräch ist das ja nie so. Es gab aber mal das Interviewkonzept “Vorsicht Ü-Wagen”. Da sind die Interviewer hingegangen und haben sich bewusst nicht vorbereitet, um die Zuschauer genau da abzuholen.

Naja, Das ist dann halt wie wenn man jemanden trifft, den man gar nicht kennt. Für ein Publikum, das einen gar nicht kennt. Halt für Einsteiger.

Da erschöpft sich aber bestimmt der Gesprächsstoff ziemlich schnell.

Tja, das geht bestimmt am besten, wenn man gerade seine erste Platte herausgebracht hat. Das ist dann ein wenig wie beim Familientreffen, wenn Du erzählen musst, was Du machst.

Für so Konzept kann man das natürlich machen, um den Künstler vorzustellen. Genauso könnte man das aber in einen Info-Text packen. Sinnvoller ist es sicher, ein Thema zu haben, bei dem man noch mehr erfährt. Aber da frage ich mich, was ein Interview leisten kann. Soll es eine Person portraitieren? Soll es die Position einer Person darstellen? Soll es das Werk einer Person darstellen?

Meiner Meinung nach sind Interviews nur dann wirklich interessant wenn Künstler neu sind,  oder wenn sie extrem agitatorisch sind und ein klares Thematisches Anliegen haben oder eine wilde Geschichte. Das alles sind keine Grundvoraussetzungen für einen guten Künstler. Nur wenn eine gute Band zum Beispiel ihr fünftes Album machen und ich dann wieder diese Interviews lese mit Fragen wie „Was habt ihr dieses mal anders gemacht?“, dann denke ich mir, das ist doch eigentlich nur Faulheit, dass in Interviewform zu machen. Ist ja auch wahnsinnig bequem. Ich habe Fragen und Antworten, und die schreibe ich dann auf bis das Blatt voll ist. Man brauch sich nicht um die Struktur zu kümmern und man muss sich überhaupt keine eigenen Gedanken machen zur Musik. Grade das wäre aber eventuell das Interessante. Die Leute weinen ja immer der guten alten Zeit des Qualitätsmusikjournalismus hinterher, sprich: Spex, Diederichsen. Aber Diedrich Diederichsen hat nie Interviews gemacht.

Ist jetzt aber auch nicht der typische Musikjournalist, jedenfalls heute. Da ist er eher Forscher.

Ja, aber früher eben schon. Und die besten Texte in der Spex waren eben meiner Meinung nach eben keine Interviews.

Aber das meinte ich auch mit der Frage, ob es sich Bands leisten können, im Interview angefressen zu sein oder ob sie das Interview geben, obwohl sie keine Lust haben, weil es eben Promo ist.

Die Verschärfung der Krise in der Musikindustrie hat schon zu einer größeren Unterwerfungsbereitschaft geführt. Und es ist der ganze Achtziger-Jahre-Verve der Unverschämtheit und Anti-Haltung vollständig in HipHop aufgegangen und überall anders verschwunden.
Das sieht man daran, dass selbst ich als schwieriger Interviewpartner gelte.

Vielleicht, weil Du die Fragen ernst nimmst und das Ping-Pong-Spiel nicht mitmachen würdest. Es ist ja auch Quatsch zu sagen: Du bist ein schwieriger Interviewpartner. Es ist doch verdammt noch mal die Aufgabe des Interviewers, gute Fragen zu stellen.

Naja, es gibt schon wirklich schwierige Interviewpartner, wo man dann wirklich nichts machen kann.  Wir hatten ja schon Kinski und Morrissey, John Cale ist ja auch berühmt dafür. Aber es ist sicher auch immer eine Frage der Tagesform. Man gibt Interviews ja meistens schon nicht zu den Tageszeiten, zu denen man sonst mit Leuten spricht.  Man redet ja meistens eher abends besoffen offenherzig mit Fremden, und nicht mittags.

Aber das kann man ja planen.

Ja. man könnte natürlich sagen: Ich treffe mich ausschließlich abends…
Was aber, von praktischen Problemen mal abgesehen, widerum dagegen spricht : Wenn das Gespräch so eine ganz große Lockerheit erreicht , hat man am Ende zwar vielleicht ein super Gespräch geführt, aber wahnsinnig wenige zitierfähige Sätze. Es geht dann womöglich ganz von der Person weg auf entlegene Themen, die dann total kleinteilig besprochen werden. Vielleicht also doch nicht die Kneipe.  Ich würde aber trotzdem als Interviewer immer versuchen, eine natürliche Gesprächssituation herzustellen, bei der man vergisst, dass man ein Interview führt.

Und dann kommt es auch darauf an, was man erreichen will. Für eine Interviewserie oder einen ganzen Interviewband kann das ja ok sein. Es gibt ja auch einige Serien mit Politikern….

Interviews mit Politikern sind noch einmal eine ganz andere Sache.

Ach, das ist interessant. Wieso?

Naja. Weil Politiker im Auftrag des Volkes Entscheidungen treffen. Weil jedes Interview Teil davon ist, sich seine Legitimation als Volksvertreter zu holen. Deswegen sind unangenehme, kritische Fragen bei Politikern durchaus berechtigt, weil mit ihrem Beruf einher geht, sich pausenlos vor der Öffentlichkeit rechtfertigen zu müssen. Das Volk hat sozusagen das Recht, Rapport zu fordern. Und bei Musikern ist das anders. Jemand, der sich nicht für mich interessieren will, der muss sich nicht für mich interessieren. Ich muss es nicht jedem recht machen. Ein Politiker ja tendenziell schon. Es gibt also  keinen Grund, mir bohrende Fragen zu stellen.

Ich scheue mich aber davor zu sagen, dass man von Musikern keine Rechenschaft einfordern kann, ihnen keine kritischen Fragen stellen sollte. Bei bestimmten Themen ist das doch sicher möglich. Bei der Frage, ob sie ein Vorbild sind zum Beispiel… Ob sie sich an irgendeiner Stelle verkaufen. Oder ob sie zu einem Thema eine bestimmte Haltung haben.

Ja, schon. Ich weiß, was Du meinst. Und wenn einen wirklich etwas stört an irgendwelchen speziellen Aussagen oder einer Ästhetik, kann man auch kritische Fragen stellen. Aber es gibt Interviewer, die Künstler grundsätzlich so interviewen wie Politiker, mit dieser latent aggressiven schnippischen Grundhaltung, um einen aus der Reserve zu locken. Das finde ich falsch.
Künstlerische Entscheidungen sind einfach auch ein viel abstrakterer und feinerer Stoff, als politische Entscheidungen. Es ist überhaupt schwer darüber zu sprechen. Kunst ist eben eine eigene Sprache, und nicht alles ist übersetzbar.

Aber ist es nicht dennoch möglich, Fragen zu stellen? Was ist das für ein Werk? Wie setzt es sich zusammen? Und warum? Bezieht es sich auf andere Werke?…

Solche ästhetischen Fragen bleiben aber meistens stehen bei: „Wie schreibst Du überhaupt Songs“, „Was fällt Dir als erstes ein, der Text oder die Melodie“? Das ist natürlich die allergröbste Oberfläche des Prozesses. Interviews über Einzelheiten künstlerischer Entscheidungen in einzelnen Songs fände ich natürlich interessant. Aber erstens ist das natürlich nerdig und zweitens können viele Interviewer das gar nicht leisten.

Weil sie keine Musiker sind?

Ja, Wahrscheinlich. Vielleicht könnten auch  sich reindenken, aber auf dem Niveau habe ich das selten erlebt, dass Leute versucht haben, mit mir zu sprechen. Und wenn sie’s gemacht haben, ist es meist nicht im Interview gelandet. Vielleicht glauben sie, es wird dann zu speziell. Und sie haben vermutlich Recht. Ich habe mal für die Intro eine Kolumne geschrieben, in der ich Songs so hermeneutisch analysiert habe, auch die Harmonien und so weiter. Da bin ich aber schnell wieder von abgerückt, weil ich gesehen habe, dass das einfach nicht mehr allgemein verständlich ist.

Das geht ja schon fast in so eine Haltung: Es gibt die BILD, weil das das ist, was die Leute lesen wollen.

Naja, nicht so ganz. Man kann auch von einem Leser, der kein denkfauler Depp ist, nicht verlangen, das er irgendwas damit anfangen kann, wenn ich schreibe: E moduliert von D zu D Moll. Das müsste dann idealerweise gleichzeitig vorgeführt bzw. vorgespielt werden.

Hast Du denn einen Vorteil als Musikjournalist dadurch, dass Du Musiker bist?

Naja, nur solange ich den Anspruch habe, es als solcher zu schreiben, was dann aber eben leicht unlesbar wird. Für das, was Leute normalerweise an Musikjournalismus lesen wollen, ist es also kein besonderer Vorteil.

Du kannst es aber eher durchschauen und das ist ja auch wichtig für Journalismus… Hast Du eigentlich auch Musikjournalismus studiert? An einer Stelle habe ich das mal gelesen.

Nein, Musikwissenschaft. Gibt’s Musikjournalismus überhaupt als Studienfach? Ich bin aber auch generell dagegen, Journalismus zu studieren.

Also in Paderborn gibt’s Musikjournalismus. Wieso bist Du denn dagegen?

Ich glaube, die Leute sollten das studieren, was sie thematisch interessiert. Darüber schreibt man dann auch gut. Und ich finde nichts erfrischender als einen guten Text in einer Zeitung, der eben nicht den typischen Journalisten-Stil hat. Jemanden beizubringen so zu schreiben, wie es sich z.B. in der Zeit anhören muss, finde ich unsinnig.

Nachdenken kann man einem halt nicht beibringen.
Was mir immer wieder auffällt ist, dass sich bestimmte Antworten verselbstständigen, wenn Du sie mehrmals gibst. Hast Du auch das Gefühl, dass sie dann sozusagen wahr werden und Deine eigene Wahrnehmung beeinflussen.

Naja, das ist eine gewisse Bequemlichkeit. Wenn man zweimal etwas geantwortet hat und man war damit so zufrieden, gibt einem das eine Sicherheit. Beim ersten Interview ist man erst einmal etwas aufgeregt: Was für Fragen kommen wohl? Fällt mir dazu etwas ein? Es gibt Fragen wie: „Was hast Du Dir bei dem Cover gedacht“? Da denkt man beim ersten Mal drüber nach und vielleicht beim zweiten Mal wieder. Aber irgendwann hast Du dann Deine Antwort. Die ist bewährt und dann musst Du Dich nicht mehr anstrengen.
Es gibt aber natürlich noch eine andere Art der Verselbstständigung, die sehr tückisch ist… Bei Karl Lagerfeld zum Beispiel, dem werden oft Fragen gestellt, die auf Antworten basieren, die er schon einmal gegeben hat und er antwortet dann noch einmal dasselbe, was aber ohnehin schon in der Frage gesagt wurde…

Also zum Beispiel: „Stimmt es, dass Du das und das magst“?

Ja genau. Da bleibt dann so ein ganz kleiner Pool an Fragen, die ihm gestellt werden.

Dabei hat er selbst gute Interviews geführt.

Echt, wo denn?

Zum Beispiel für Andy Warhol’s Interview. Da hat er mit ein paar Models gesprochen…
Aber was mir bei Dir immer wieder aufgefallen ist: da kam oft die Frage, welche Bands Dich beeinflusst haben und die Antwort war immer Die Goldenen Zitronen, Die Ärzte und Foyer des Arts. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das ein wenig verselbstständigt hat.

Ja, das ist ein typisches Beispiel. Da wurde ich irgendwann mal explizit nach deutschen Bands gefragt, die mich beeinflusst haben, als ich angefangen habe, Songs zu schreiben. Als ich angefangen habe Songs zu schreiben, da war ich übrigens vierzehn. Und die Antwort auf diese sehr spezielle Frage stand dann auf Wikipedia, und jetzt steht eben für alle Zeiten fest, dass mein größter Einfluss die Ärzte sind.

Hast Du als Künstler eigentlich eine besondere Empathie oder Beobachtungsgabe, die Dir beim Interviewen hilft. Du hast in einem Interview mal eine schöne Geschichte erzählt, bei der ich das gedacht habe: Du hast Waltz With Bashir im Kino gesehen und Plätze für Freunde frei gehalten, die aber nicht gekommen sind. Hinterher hat Dich deshalb dann eine Frau angeraunzt. Du hast erzählt, dass Dein Gedanke dabei war, wie diese Frau den ganzen Film darüber nachgedacht hat, was sie Dir sagt. Und das bei einem Film wie Waltz With Bashir.
Das fand ich eine schöne Beobachtung, die ich auch nicht jedem zutrauen würde.

Ich glaube, Einfühlungsvermögen ist keinesfalls ein Privileg von Künstlern. Es gibt sogar die Gefahrbei Künstlern, dass sie ihre ganze Empathie in ihrer Kunst abreagieren, und im Alltag gefühlskalte Arschlöcher sind.

Aber für ein Interview ist es doch auch wichtig, sich in die Gesprächspartner hineinversetzen zu können und vielleicht auch zu antizipieren, was die als nächstes sagen werden….

In der Hinsicht war ich wahrscheinlich nie der beste Interviewer. Manchmal war ich regelrecht erstaunt, wie wenig exklusiv das war, was ich rausbekam. Bei Rufus Wainwright zum Beispiel. Da dachte ich, dass ich durch meine große Bewunderung für ihn auch einen speziellen Draht habe. Letztendlich stand in meinem Interview dann aber doch das Gleiche wie überall. Fandom führt nicht unbedingt dazu, dass man andere Fragen oder den besseren Zugriff hat. Ein Gegenbeispiel war ein Interview mit dem Cake-Sänger John McCrea. Mit ihm hatte ich ein sehr intimes und tiefschürfendes Interview, obwohl ich mich vorher gar nicht so irrsinnig für ihn interessiert hatte.

Ist halt auch die Frage, was ein Interview leisten kann. Es bleibt erst mal ein Interview und eine sterile Interviewsituation. Da sprichst Du anders als mit Freunden abends in der Kneipe.

Ja, deswegen liegt es mir als Interviewter mehr, wenn ich Publikum habe… wenn man zum Beispiel auf einem Podium sitzt. Das ist schon wieder eine gewisse Show und da kann ich dann spielerisch mit umgehen.  Oder eben völlig steril und kontrolliert, ein Online-Interview, wo ich alles so schreiben kann, wie ich will. Alles dazwischen ist schwierig.

Und was ist mit Telefoninterviews?

Hm… Das macht für mich keinen Unterschied. Ich habe nichts gegen Telefoninterviews, viele Leute hassen das ja. Der Hauptunterschied ist für mich der zwischen geschnitten und live. Bei live kann man sich leichter um Kopf und Kragen reden, im Schnitt können die Aussagen entstellt und aus dem Zusammenhang gerissen werden, und man steht erst recht blöd da. Beim Print gibt’s ja dann noch das Problem der Verschriftlichung, und die Frage, ob da sehr stark eingegriffen wird oder alles mehr oder weniger eins zu eins transkribiert.

Wie gehst Du denn da ran?

Ich verschriftliche sehr hart. Spätestens seit meinem Sven Regener Interview bei dem mein Aufnahmegerät nicht funktioniert hat. Dadurch musste ich aus dem Gedächtnis schreiben und Sven Regener musste es auch noch autorisieren. Er hat aber nur eine Sache geändert. Das ging so schnell und gut, dass ich seitdem die Aufnahme nur noch nutze , um überprüfen zu können, dass ich nicht etwas ganz Wichtiges vergessen habe. Aber das Gedächtnis ist ein sehr guter Lektor.
Für mich ist eigentlich am wichtigsten, dass ein unterhaltsamer und gut geschriebener Text dabei herauskommt. Wenn die Künstler nicht gut formulieren, muss ich es halt für sie machen.

Tja, Unterhaltung ist ja auch eine Funktion, die ein Interview erfüllen kann.

Das ist halt eine Gratwanderung. Entweder man lässt jedes Äh drin und jeden unlogischen Sprung oder man macht einen richtig guten Text.

Am Nachbartisch wartet schon der nächste Gesprächspartner auf Jens Friebe.
(Jens spricht kurz mit ihm und holt sich noch einen Tee.)

Ich habe mir gerade überlegt, wie ich dieses Interview verschriftliche. Es wird wohl ein Zwischending werden. Ich versuche, möglichst wörtlich zu verschriftlichen, aber die Ähs und Schachtelsätze zu glätten. Du bekommst es aber ja auch zur Autorisierung.

Ah, sehr gut. Dann schickst Du es mir.

Mache ich. Hab vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast und viel Spaß jetzt noch.


Links:

Bands, in denen Jens Friebe spielt oder spielte:

  • Parka: Indierockband, mit der er in Köln seine ersten Auftritte hatte.
  • Bum Khun Cha Youth: Uli Nachtigall, Linus Volkmann und Jens Friebe benennen sich nach dem südkoreanischen Fußballer Cha Bum-kun und gründen ihre Band zunächst nur für einen Auftritt. Sie spielen am diametral entgegen gesetzten Ende vom Kölner Karneval. Cha Bum-kun ist der erste koreanische Fußballer in der Bundesliga. Er spielte bei Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen. Zu Beginn ist auch Felix Scharlau mit in der Band, heute ist er als Autor und Redakteur des kaput-Magazins eher solo unterwegs.
  • Britta: Die Post-Lassie-Singers-Band um Christiane Rösinger, Britta Neander, Flittchen Records und das Fischbüro, eine Kneipe mit regelmäßiger Showeinlage.
  • Doctorella: Die Electro-Chanson-Band um die Pop-Zwillinge Kerstin und Sandra Grether. In der aktuellen Bestezung sind noch die beiden Zwillinge Fabrizio und Flavio Steinbach sowie Sascha Rohrberg dabei.

Discographie:
2004 Vorher Nachher Bilder

Cover Vorher-Nachher-Bilder

 

 

 
2005 Vorher Nachher Bilder Rmx

Cover Remix

 

 

 

 

2005 IN HYPNOSE

Cover Hypnose

 

 

 

 

2007 DAS MIT DEM AUTO IST EGAL, HAUPTSACHE DIR IST NICHTS PASSIERT

Cover Das ist mit dem AUto ist egal

 

 

 

 

2010 ABÄNDERN

cover abändern

 

 

 

 

2014 NACKTE ANGST, ZIEH DICH AN, WIR GEHEN AUS

Cover nackte Angst

 

 

 

 

Dazu kommen

Cliquenedition #2
Von eben dem diametral entgegen gesetztem Ende des Karnevals aus veröffentlicht Jens Friebe auf Nummer 2 der Cliquenedition – auf der einen Seite mit der Bum Khun Cha Youth, auf der anderen Seite „(I’m not born for) plot driven porn vom Album „Nackte Angst“

52 Wochenenden
Geschichten vom und übers Durchmachen Das Buch ist aus einer Kolumne in der TAZ entstanden.

Cover 52 Wochenenden

 

 

 

 

Empfehlungen:

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Interview über Interviews mit: Christopher Lesko

>CHRISTOPHER LESKO<

‘Innere Bereitschaft zur Begegnung’

Der Journalist ist eigentlich keiner, denn obwohl er regelmäßig in Medien veröffentlicht, sieht er sich lieber als Kommunikationsexperte. Er führt selbst regelmäßig Interviews, gerne mit Leuten, die man aus dem Fernsehen kennt.
Er ist aber auch Teil der Leadership Academy, die Kommunikationstrainings für Unternehmen anbietet.
Einem breiteren Publikum ist er 2015 durch die ZDF-Reality-Dokuserie “Plötzlich Krieg” bekannt geworden.

Links:

  • Profil von Christopher Lesko: www.lesko.ch
  • Meedia.de: das Medienmagazin kommentiert aktuelle Beiträge in Zeitungen und  Fernsehen
  • Leadership Academy Berlin: die Beraterfirma bietet “Executive Leadership Trainings an und begleitet Change-Prozesse”.
  • Plötzlich Krieg: Im Interview mit meedia.de erklärt Christopher Lesko das TV-Experiment, bei dem die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen aufgeteilt und in eine handfeste Auseinandersetzung gesteuert werden.

 

Christopher Lesko

 

 

 

 

 

 

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