Interviewvorstellung #25: Jochen Distelmeyer auf laut.de

Einfach mal Fan sein.

In der vorletzten Interviewvorstellung hatte ich das Thema gestreift, dass Interviewerinnen auch Fans des Gastes sein können. Es ging um die Youtuberin Bibi, die genau in die Zielgruppe der interviewten schnukeligen Preset-Hitmaschine One Direction passt. Dabei ist die Frage sogar eine ganz essentielle: Wie viel Fan darf in der Interviewerin stecken?

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Naive Fragen – eine Frage der Naivität

Naive Fragen – eine Frage der Naivität

Eine Frage lief mir in den vergangenen Wochen und Monaten immer mal wieder über den Weg: Die Frage der naiven Frage. Also das Fragen basierend auf möglichst wenig Vorkenntnissen der Interviewten.

Erst am Wochenende sprach ich mit einem Bekannten abends bei Bier und Brause darüber, wie tiefgehend oder oberflächlich Fragen sein müssen oder dürfen. Er ist Kameramann und erzählt von einigen Doku-Formaten, bei denen das naive Fragen Konzept zu sein schien. Im (Schank)Raum standen mehrere Fragen: Continue reading “Naive Fragen – eine Frage der Naivität”

Interviewvorstellung #13: Silvana Imam auf noisey.com

Dürfen wir vorstellen: Die Interviewvorstellung.

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Noisey vice

Das Interview in der Noisey ist passenderweise mit “Dürfen wir vorstellen” überschrieben. Denn die Vorstellung einer eher unbekannten Künstlerin ist das Ziel dieses Frage-Antwort-Formats. Die Interviewerin Karen Gardiner macht auch gleich klar, warum es sich lohnt Silvana Imam vorzustellen: Sie ist lesbisch, Antirassistin, Feministin und Rapperin. Diese vier Eigenschaften machen Sie zu einer Ausnahme

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Interview mit Elton John

Im (noch) aktuellen Zeit-Magazin vom 12.04. ist ein mehrseitiges Interview mit Elton John abgedruckt.
Nun kann man mit Elton John auch durchaus über Vieles reden und mehrere Seiten füllen. Und so ist das Interview angelegt: Eine Retrospektive – ein Rückblick auf fast ein halbes Jahrhundert Musikkarriere in ca. einstündigen Interview. Es liest sich sehr gut und ist unterhaltsam. Es zeigt Elton John beim Versuch, ein normaler Vater zu sein und sich auf das Normalitätslevel seiner Fans zu stellen. Das ist das Beste an dem Interview, das Thema eher zweitrangig. Dieses Übermaß an Inhalt, das es eröffnet, kann nur ein Aufhänger für ein Gespräch sein, aber kaum ein Leitfaden für das Interview. Es müsste viel enger gefasst sein, um ein Interview zum Thema daraus zu machen. So ist es ein Interview zur Person – ein sehr schönes. Fast schon portraitierend zeigt es Elton John nämlich auch noch als sehr routinierten und gelassenen Antworter. Nicht umsonst lässt er seinen Sohn nicht ganz aussperren. Nicht umsonst lässt er sich zu Fragen zu seiner Partnerschaft nicht aus dem Konzept bringen, sondern antwortet genau an der Grenze, die Einblick in sein Privatleben gewährt aber nicht unbedacht ausplaudert.

Für den Künstler ist diese Interview-Routine vielleicht unerlässlich, auf jeden Fall sehr komfortabel. Um sie zu bekommen, ist auch keine jahrelange Medienerfahrung notwendig. Manchmal reicht schon eine Strecke von Interviews zum aktuellen Album, um auf wiederkehrende Fragen klar antworten zu können. Das hatten mir Locas in Love übrigens im Interview erklärt. Mit Tim Neuhaus und seinem Support ByeBye habe ich vergangenen Montag in einem weiteren Interview über Interviews über diese Routine gesprochen.

Ich hatte diese Woche noch einmal Gelegenheit, die Routine im Interview als Thema aufzugreifen: Mit Die Heiterkeit, die ich am Mittwoch getroffen habe.

Gerne habe ich mit ihnen diskutiert, ob die Routine nur für die Bands von Vorteil ist oder auch für die Journalistin und wo die Grenze zur bloßen Wiederholung von Antworten ist.

Nachricht aus New York, ein Babybauch sagt Hallo.

P-eng. So schnell kanns gehen und es gibt die erste Reaktion auf das eBook zu Interviews über Interviews: von Petrina Engelke.

Sie schreibt auf p-eng.de über Interviews, Interviewführungen und das Davor und Danach der Gespräche. Es sind Gedanken darüber, was vom Gespräch in das Transkript kommt, und dass das Gespräch über das Gespräch (bei der Autorisierung) durchaus erhellend ist. Das hat sie in dem kürzlich geführten Interview mit Anke Domscheit-Berg festgestellt. Immer wieder bleibt sie auch an Interview(ausschnitten) hängen, die sie in den Medien aufschnappt.

Petrina Engelke teilt aber auf P-eng.de nicht nur ihre Erfahrungen mit Interviews, sondern auch ihre Erfahrungen mit New York, ihrer Wahlheimat. Auf ihrem NY Blog ist Platz für Bilder, Einblicke und Einsichten in die Stadt.

Und was hat das mit Babybauch zu tun: Petrina hatte mir geschrieben, um zu sagen, dass sie das Buch “Mama! Noch Fragen?” für gerade gewordene Mütter veröffentlicht hat. Es stellt – wie sollte es anders sein – Fragen an die Mutter. Sie hat damit die Gelegenheit, über die Antworten, die sie selbst gibt, das erste Jahr mit Kind festzuhalten.