Interviewtipp: Sookee bei Corso im Deutschlandfunk

Vor einigen Tagen, am 17.3., ist das aktuelle Album von Sookee erschienen: „Mortem & Makeup“. Sookee gibt in den Liedern Begriffen wie „Schrank“ und „Hüpfburg“ eine politische Bedeutung. Ich finde hervorragend, mit welcher geradlinigen Haltung und Selbstverständlichkeit sie so politische Musik macht.
Es scheint fast ein Frevel, mit ihr nicht über die Texte und ihre Aussagen zu sprechen. Ein sehr gutes Gespräch ist das Interview bei Corso im Deutschlandfunk. Christoph Reimann fragt und sagt nicht einfach nur: „Was bedeutet das…“ und „Wollen Sie damit sagen, dass….“. Er findet weitergehende Fragen zur Position der Rapperin, wie zum Beispiel, dass sie eventuell bei ausgesprochen links-queeren Veranstaltungen eher „preaching to the converted“ betreiben könnte, als wirklich diskutieren. Das gibt Sookee die Gelegenheit, sehr elegant den Deutschlandfunk, bei dem sie eben spricht, als bestes Gegenbeispiel zu nennen.
Spannend ist das Gespräch über die Texte aber auch, weil hinter ihnen Theorien und Konzepte stehen, die Sookee inspiriert haben, und so macht das Interview auch deutlich, wie bewusst sie als Künstlerin ist.


Interviewvorstellung #34: Gero von Boehm bei DAS

DAS sind Stichpunkte

DAS

Also eigentlich würde ich DAS, die Talk-Sendung im Vorabend des ndr nicht als klassisches Interview bezeichnen. Es sind Gespräche. Maximal sind die 30 Minuten Plauderei Beispiele für portraitierende Interviews zur Person: Einspieler und Spielchen schaffen eine entspannte Atmosphäre und das Ziel ist, den Gast vorzustellen und möglichst nahe zu zeigen. Das ist eine eher unterhaltsame Spielart des Interviews, deren Mehrwert stark davon abhängt, wie sehr man sich für den Gast interessant. Damit ist es das Gegenteil eines rein sachbezogenen Interviews, bei dem Fachleute zu einem Sachthema gefragt werden.

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Interviewvorstellung #33: Laurie Penny im Neon Magazin

No means No – Gegenargumente galore

Lasst uns heute mal PR im Interview machen. Im Neon-Magazin gab es ein Interview mit Laurie Penny. Die Autorin ist ja eine hervorragende und sehr engagierte Rednerin mit sehr klaren und starken Aussagen. Was ließe sich also besser nutzen als ein Interview, um ihr die Gelegenheit zu geben, diese Aussagen an das Publikum zu bringen. 

Das ist überhaupt nicht ketzerisch gemeint, sondern freut mich im Falle von Laurie Penny einfach. Im Übrigen ist das Interview, das Meredith Haaf für Neon 8/2015 geführt hat, ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Gast und Interviewerin in Good-Cop-Bad-Cop-Manier die Bälle zuspielen. 

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Interviewvorstellung #32: Strand Child in der Solaris Empire Lounge

Guten Tag, wer sind Sie denn?

Solaris EMpire Lounge Logo

Wann ist die Interviewerin eine Interviewerin? die Jobbeschreibung sieht vor, dass eine Interviewerin das Gespräch zu leiten hat, es in eine Richtung lenken soll und entsprechend wissen muss, was sie erfahren will. Was aber passiert, wenn sie diesen Plan nicht hat und ziemlich frei in das Gespräch geht? Das zeigt Kitty Solaris auf Kirkuss Radio.

Sie trifft dort zusammen mit Susann Kirkuss regelmäßig Gäste zum Gespräch für die Sendung Solaris Empire Lounge. Ob sie sie die Gäste aber auch interviewt, möchte ich am Beispiel der Sendung mit Strand Child überlegen.

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Interviewvorstellung #31: Dustin Hoffman in Galore

Interviews mit Stars

Galore Logo
Galore.de

Stars sind mitunter herausfordernde Gäste für Interviewerinnen. Und zwar nicht nur, wenn sie wissen, dass sie Stars sind und einen das spüren lassen. Sondern auch, wenn das Werk so groß ist, dass es eine intensive Rückschau rechtfertigt und man meint, dies in einem einzigen Interview tun zu können.

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