Verloren im Rock. 

Papir – V

Cover Papir V rot blau grünes MusterManche mögen von Musik als Mittel der Kommunikation schwadronieren. Bei Papir könnte tatsächlich etwas dran sein. Papir sind ein Trio aus Kopenhagen. Sie brauchen keine Worte in ihrer Musik, aber dafür Raum und Zeit. In zweimal drei Liedern füllen sie ein ganzes Album – ihr Debüt-Album. V heißt es. V wie der Buchstabe oder V wie die römische 5? Entscheiden Sie selbst. Und die Ambivalenz ist sicher gewollt. Die Musik jedenfalls entzieht sich gekonnt allen Interpretationen. Weder klassischer Postrock, noch von Ambient beeinflusster Psych-Pop ist sie. Für das eine ist sie zu fließend und entspannt, für das andere zu gitarrenlastig und Riff-basiert. Diese Uneindeutigkeit macht das Album so spannend. Die Konzentration auf die Musik und der Verzicht auf den Gesang ermöglichen es, die verschiedenen Genre, die Papir tangieren, zu ergründen. Das zumindest gilt für die HörerInnen. Für die Musiker gilt eher: komplettes Verlieren in das Spiel, Versinken in Riffs und Soli. V ist somit ein durchaus introvertiertes Album, aber auch eines der Interessantes neuen Signings von Stickman Records. Das Label empfiehlt sich wieder einmal als Kenner für zwar nicht eingängige, aber experimentierfreudige und technisch ausgefeilte (instrumentale) Musik.
Die Veröffentlichung war am 18. August 2017.


Back to Krautrock

Closet Disco Queen – Album Download

Was die Schweizer von Close Disco Queen machen, ist so etwas wie schnell gespielter Krautrock. Ein wenig Postrock ist auch dabei. Kann man machen. Das Duo aus Jona Nido und Luc Hess ist eigentlich eher aus Metal-Zusammenhängen bekannt.

Den sehr bluesigen Instrumental-Rock, den sie mit Closet Disco Queen machen, kann man sich auf Bandcamp herunterladen. Dort ist das gesamte selbstbetitelte Album zu finden.

Im Leipziger Conne Island sind sie morgen als Vorband von Baroness zu sehen.