Un-common People

A Film About Life, Death & Supermarkets’ – Ein Film über Pulp

Das wirklich Überraschende an dem Film ist erst einmal, dass es solange gedauert hat, bis ihn jemand gedreht hat.
Florian Habicht  hat es nun gemacht und einen Film über Pulp gedreht. Er hat das das filmisch umgesetzt, was Owen Hatherley mit Uncommon als Buch-Doku 2011 vorgelegt hatte: Er zeigt das Umfeld, in dem die Band groß geworden ist. Florian Habicht spricht mit Pulp Fans, die die Band nicht aus dem NME, dem Q-Magazine oder der BBC kennen, sondern von nebenan. Es sind der Zeitungsverkäufer, der ehemaliger Chef im Fischmarkt, in dem Jarvis Cocker gearbeitet hat.

Anfang April kam der Film nun auch in französische und mexikanische Kinos. In UK wurde er auf allen Festivals schon gezeigt.
Hier gibt es für alle anderen wenigstens den Trailer.


 

Presse:

Everyday Robots – Damon Albarn in his own words

Spoken Linernotes zu Damon Albarns Everyday Robots

Ich mag es, die Gedanken der Bands zu den eigenen Liedern zu hören. Und ja, ich weiß, es kann viel versauen, aber oft ist es eben doch erhellend, die Geschichten hinter den Liedern zu hören. Ich halte es aber auch gerne mit Pulp (in Anlehnung an ihre Standard-Anmerkung in den Booklets): “Please don’t read the linernotes whilest listening to the recordings”: Deshalb erst Album hören, in die Bandgeschichte einordnen, dann Rezension schreiben und erst dann mal schauen, was die Band vielleicht schon dazu gesagt hat. Eine Ausnahme war “Fellow Travelers” von Shearwater, die ein so liebevoll geschriebenes Tourtagebuch als Linernotes beigelegt haben, dass das gesamte Album in einen Kontext setzt – den der Tour nämlich. Ich konnte nicht widerstehen und es war gut.

Zu Damon Albarn habe ich auch eine Rezension (für den Kreuzer). Allerdings kannte ich die Linernotes nicht, und das war auch gut. Denn ihn von einsamen Tourtagen in Colchester oder Sonnenuntergängen in Devon reden zu hören – hm, das habe ich mit dem Album nicht assoziiert.
Im Guardian gibt es das Video, in den Damon Albarn die  Geschichten hinter jedem Lied erzählt.

 

Happy 50, Jarvis.

Jarvis Cocker (bekannt als Mr Pulp) wird 50 und wir bekommen deshalb ein Geschenk.

Zum Jubiläum veröffentlich Herr Cocker seine besten Liedtexte mit Linernotes. Das Beste: Die Veröffentlichung gibt es auch in deutscher Sprache, übersetzt von Michael Kerkmann.

Hier die Fakten:
Jarvis Cocker: “Mother, Brother, Lover: Lyrics”, Berlin Verlag

 

Literaturergänzung

So. Geschafft. Die Feiertage sind vorbei und rechtzeitig bin ich mit Lesen der “alten” Bücher fertig geworden, bevor zu Weihnachten die neuen kamen.

Das “alte” Buch ist These Glory Days – Ein Essay über Pulp und Jarvis Cocker von Owen Hatherley (Bittermann Verlag, aus dem Englischen von Sylvia Prahl).

Was soll ich sagen: Gutes Buch, Gute Übersetzung und vor allem: Gute Band.

Das sind drei Argumente, um es in die Literaturtips aufzunehmen.

Ebenso nicht ganz taufrisch, aber sehr empfehlenswert ist von Andrè Doehring: Musikkommunikatoren. (erschienen 2011 im transcript Verlag) – eine vergleichende Studie der Arbeit in den Redaktionen der musikalischen Leitmedien Rolling Stone, Intro und Spex, basierend auf umfangreichen Interviews mit Redakteuren.